Der Name Kabelsalat hat sich während der Gründung entwickelt. Obwohl Kabelsalat wollen die zwölf bis 16-Jährigen nicht produzieren. Die Texte der Band sind auf Deutsch und entstehen genauso wie die Arrangements als Gemeinschaftswerk. Hin und wieder wird jedoch der Rat vom künstlerischen Begleiter der Band Thomas Reckeweg sowie von den Eltern eingeholt.
Längst hat die Jugendband, die aus einer Musik-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule Varrel entstanden ist, ihre Fans gefunden und wird wohl vor allem das jugendliche Publikum und die Junggebliebenen ansprechen. So auch am Freitagabend im Stuhrer Rathaussaal. Vor den Augen gespannter Zuschauer gab es während eines Konzertes einen Live-Mitschnitt, von dem 1000 Silberlinge produziert werden sollen. Die CD-Aufnahme ist eine Überraschung vom Verein A Heart for Stuhr, für den die Band im letzten Sommer im Rahmenprogramm von Edo Zanki beim Sommerfestival in der Gutsscheune aufgetreten war. "Die CD-Aufnahme gibt es als Belohnung, weil wir keine Gage bekommen haben", erklärten die Bandmitglieder Tammo Reckeweg und Till Rusche.
Nur durch die teilweisen roten Wangen war den Musikern die Aufregung anzusehen: Sieben Mikrofone und jede Menge Instrumente fanden sich auf der Bühne. Vom ganz normalen und manchmal auch etwas verrückten Lebensalltag handeln ihre Songs. "Ich bin extra in die Stadt gefahren, um dir nicht zu begegnen. Will meinen Frieden bei Tag und Nacht. Will einfach Windstille, die sich über mich legt und sich nichts mehr bewegt", sangen sie während eines Songs und erzählten von den kleinen Begebenheiten im Alltag: Von der Liebe auf den ersten Blick (im Lied "Klick"), von der "Angst" und vom "Alien-Überfall". Oder vom Wunsch nach dem Zurückdrehen der Zeit, bevor sich die Eltern scheiden ließen.
Selina Schimanski (Gesang), Tammo Reckeweg (Gesang, Gitarre), Sophia Brummund (Gesang, Geige), Lukas Schulkamp (Schlagzeug, Percussion), Berith Gromas (Bass), Till Rusche (Keyboard, Akkordeon) und Levi Nier (Schlagzeug, Perkussion) demonstrierten mit ihren akustischen Instrumenten, wie unterhaltsam handgemachte Musik sein kann. Der Pop- und Gospelchor Chor-Nection, der längst ein musikalisches Eigenleben hat, gab zum Song "Windstille" den Background. "Wenn alles gut geht, wird die CD noch vor den Sommerferien auf den Markt kommen", informierten die jungen Künstler. Es ist bereits die dritte CD, nach "Voll auf Draht" aus dem Jahr 2009, die sich mehrere Hundert Mal verkaufen ließ, und der "CD ohne Namen".
Als Vorgruppe trat Mirjana Uhde mit ihrer Band bestehend aus Lars Hofmann (Gitarre) Thomas Kühtmann (Schlagzeug) Gunnar Koch (Bass) und Andreas Piquel (Keyboard) auf. Wenn der Zuhörer etwas von dieser Künstlerin lernen kann, dann ist es der Mut, Dinge anzusprechen wie in den Stücken "Wegweiser" oder "Zu zweit allein". Sie hat eine gute Stimme, die stark, ausdrucksvoll und sicher ist. "Tiefgründig, aber mit Freude am Leben", beschreibt die 26-Jährige ihre Texte. Sie sei bereits als Gast bei Julia Neigel aufgetreten.
Das Prädikat erstklassig, eigenwillig und professionell dürfte auf die Gruppe Close Harmony zutreffen, die den zweiten Teil einläuteten. Die dreiköpfige Akustikband bestehend aus Tanja Scherbaum (Gesang/Percussion), Ricardo Krumpa (Gesang/Gitarre) und Thomas Reckeweg (Gesang/Gitarre/Bass) interpretierten Versionen bekannter Songs wie zum Beispiel den Klassiker "Desperado" von den Eagles.


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