Drei Wochen Zeit bleibt den Künstlern nun, um aus ihren Zeichnungen und Modellen eine Skulptur zu formen. Da das Thema völlig frei war, bewegen sich ihre Skulpturen irgendwo zwischen röhrendem Hirsch und Totem. Während Eni seine afrikanischen Wurzeln in Form eines Totems samt Terrakotta-Masken ausdrückt, schnitzt Osiander aus Baumstämmen einen zweieinhalb Meter hohen Hirsch, der auf einem Sockel thront. Voges setzt sich in seinem Werk mit der Geschichte des Syker Vorwerks auseinander. Den einstigen Sitz der Amtmänner und Oberkreisdirektoren verewigt er "mit einem Augenzwinkern" in seiner Amtmannsfigur.
Jeweils dienstags, mittwochs, donnerstags, sonnabends, sonntags sowie Pfingstmontag von 9 bis 18 Uhr können Interessierte den Künstlern im Garten des Syker Vorwerks bei der Arbeit über die Schulter schauen. Bis zur Finissage am Sonntag, 26. Juni, um 15 Uhr, finden diese Schautage statt. Bei der Präsentation der entstandenen Objekte wird Emmanuel Eni außerdem seine Musikperformance "Black Man in European Kitchen" vorführen.
Im Garten des Vorwerks, auf den Fundamenten der Objekte vom ersten Bildhauersymposium, werden später die Skulpturen von Detlef Voges und Emmanuel Eni ihren Platz finden. Der röhrende Hirsch von Reinhard Osiander ziert künftig den Eingang der Waldwegezeichen an der Bundesstraße 6. Übrigens: Die Nachbarn des Vorwerks wissen Bescheid, dass dort in den nächsten drei Wochen öfter mal die Säge rotiert. Wo gesägt wird, entsteht eben Kunst.


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