Die Wohnungen werden neben dem Sprachheil-Kindergarten Zauberland an der Bettina-von-Arnim-Straße entstehen. In den bereits in Bau befindlichen Wohnungen sahen sich Andreas Evenburg, Werner Wiegmann und Dieter Hollwedel vom Behindertenbeirat sowie Jochen Wittrock vom Seniorenbeirat um. Der erste Eindruck gefiel den Gästen der Beiräte. "Eine schöne Lage - und genug Platz ist vorhanden", erklärten sie. Das entscheidende Merkmal dieser Wohnungen ist die Ebenerdigkeit, da Treppen Senioren behindern, vor allem, wenn sie Rollstühle oder Gehhilfen benötigen. "Der Senior soll rein- und rauskommen, ohne Treppen steigen zu müssen", erklärte Harald Behrens. Wichtig sei eine günstige Wohngelegenheit, die individuell gestaltbar sei. Auf Wünsche der Käufer könne eingegangen werden, wie zum Beispiel in der vorgeführten Wohnung eine Katzenklappe.
Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sind wichtig
Behrens denkt auch voraus, denn möglicherweise könnten die neben dem Kindergarten wohnenden Senioren auch Lesestunden oder ähnliches übernehmen und so für einen Generationenaustausch sorgen. Dieter Hollwedel vom Behindertenbeirat gefiel zwar die schöne Wohngegend, er kritisierte aber die generelle Lage. "Das ist schon recht weit vom Schuss", fand er und meinte die fehlende Infrastruktur in der nähren Umgebung. Die nächste Einkaufsmöglichkeit sei etwa 650 Meter entfernt, ein Arzt etwa nach einem Kilometer. "Darum werden wir uns noch kümmern", betonte Behrens. Weitere Einkaufsgelegenheiten für den Grundbedarf oder zumindest eine Anbindung durch den Bürgerbus, sobald das Wohngebiet vollendet ist, seien mögliche Optionen. "Es wird entscheidend sein, möglichen Bewohnern Sachen in der näheren Umgebung zu bieten", erläuterte Harald Behrens. "Der Baubeginn für das nächste Gebäude, in dem fünf Wohnungen untergebracht sind, wird noch dieses Jahr über die Bühne gehen", so Rolf Kück vom Bauamt. Die Baugenehmigung würde bald kommen. Es sei eine unendliche Geschichte gewesen, die nun gut ausgehe.
Allerdings soll es zukünftig auch an anderen Standorten barrierefreie Wohnungen geben, denn der Bedarf wachse. Das ließe sich auch daran sehen, dass die beiden im Bau befindlichen Objekte bereits verkauft seien. Vom noch nicht angegangenen zweiten Block seien bereits zwei von fünf Wohnungen unter die Leute gebracht.
Der Zuschnitt der Wohnungen ist immer gleich: Ein geräumiges Wohnzimmer mit Terrasse, Schlafzimmer, Abstellraum, natürlich Küche und Badezimmer und ein Dachboden. Der Fußboden ist gefliest, und viele Fenster lassen genug Licht in die Zimmer. Die Wohnanlage wird voraussichtlich u-förmig mit begrünten Parkplätzen im Innenhof aussehen, dazu außen liegende Gärten. "Wir wollten keinen Garagenhof oder mehrstöckige Häuser", erklärt der Bürgermeister. Für solche Vorhaben sei es enorm wichtig, für ausreichend Investoren zu sorgen. Denn bezahlbarer seniorengerechter Wohnraum sei Mangelware und die Kosten eines solchen zukunftsweisenden Projektes oft Grund dafür, ein solches fallen zu lassen. Die Stadt Syke wappnet sich so für die Zukunft, die zu großen Stücken vom demographischen Wandel beherrscht werden wird.


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