Die Wurzeln, der an Wegen stehenden Linden, verschieben die Wege und machen sie uneben. Die an die staatliche Verkehrssicherungspflicht gebundene katholische Gemeinde ist gezwungen, die von den deformierten Wegen ausgehende Gefährdung zu mindern.
Dazu komme, dass durch Grabaushübe, die Baumwurzeln beschädigt würden. Das erhöhe die Gefahr von umstürzenden Bäumen. Viele der älteren Linden sorgten außerdem für einen vermehrten Totholzabwurf auf Wegen und Grabanlagen, was bei Angehörigen laut Kirchengemeinde zu Unmut führt.
Bereits 1994 hätte es Überlegungen gegeben, erkrankte Linden zu fällen, jedoch entschied man sich damals für Baumschutzaktionen und das Wiederaufrichten von umgestürzten Pflanzen. Sicherheitsbedenken und der in naher Zukunft erwartete Platzmangel werden nun zum Fällen der Bäume führen.
Umweltschutzbedenken hat die Gemeinde nicht - sie plant bereits, etwa doppelt so viele Bäume am Rande des Friedhofs anzupflanzen. Dies werden dann schmaler wachsende Winterlinden sein. Pflanzen oder wildlebende Tiere würden durch den Umzug nicht betroffen sein.
Die Kirchengemeinde plant, in diesen Tagen mit den notwendigen Arbeiten beginnen zu können. Ihr Ziel, trotz Platzmangel einen zukunftsfähigen und würdigen Ort für ihre Toten bereitzuhalten, will die Gemeinde nicht aus den Augen verlieren.
"Insgesamt werden rund ein Dutzend Linden gefällt werden müssen. Das tut schon weh, dass sie wegkommen, da sie ein schönes Bild ergeben", bedauert Pastor Reinhard Molitor. Vor dem Fällen soll es aber noch eine Informationsveranstaltung für die Bürger am Mittwoch, 25. Januar, um 19 Uhr im Pfarrhaus Twistringen geben. Mit den Anpflanzungen wurde schon begonnen: "Die ersten Bäume stehen schon", verrät Pastor Molitor. Bis Ende Februar müssen die ausgesuchten Linden gefällt werden, wann genau dies geschehen wird, hänge vom Wetter ab.


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