Der Grund der Empörung: Der Landkreis hat sich beim Ausbau der rund zehn Kilometer langen Strecke an die Richtlinien für passiven Schutz durch Fahrzeug-Rückhalte-Systeme (RPS) zu halten, sonst gibt es keine Fördermittel vom Land. "Wir haben versucht, beim Land zu erreichen, dass wir Fördermittel auch ohne die Anwendung der RPS bekommen", erklärte Franz Vogel, Fachdienstleiter Umwelt und Straße beim Landkreis Diepholz, während der Anliegerversammlung. Diese Sicherheitsrichtlinie schreibe vor, dass je nach erlaubter Geschwindigkeit und Breite der Fahrbahn am Fahrbahnrand für Sicherheit gesorgt werden müsse.
Die Folgen dieser vom Land vorgeschriebenen Richtlinien erzeugten bei den Anliegern der K15 Kopfschütteln und Ärger: Bis zu 60 Bäume müssen entlang der Strecke gefällt werden. Außerdem werden auf fast gesamter Länge Leitplanken errichtet. "Die Lösung mit den Leitplanken ist die praktischere für uns. Die Alternative dazu wäre eine Entfernung jeglicher Hindernisse aus einem Bereich von 4,50 bis 7,50 Meter auf beiden Seiten der Straße. Wir sprechen dabei von hunderten Bäumen", erläuterte Franz Vogel. Hindernisse, die nicht entfernt werden könnten, Wohnhäuser oder Hochspannungsmasten, würden trotzdem mit einer Leitplanke umzogen.
Die vom Land gut gemeinte Sicherheitsrichtlinie zum Schutz der Autofahrer besorgte die Anlieger vor allem im Hinblick auf Fußgänger und Radfahrer, die durch die Leitplanke ihre Ausweichmöglichkeit vor Fahrzeugen verlieren. "Der Antrag beim Land ist eingegangen, wir warten noch auf Antwort", entschuldigte sich Vogel. Bisher gebe es ohne die Anwendung der RPS keine Fördermittel.
Beim Ausbau der K15 geht es nur in einem der zwei Teilstücke um eine Verbreiterung. Auch die Belastbarkeit der Strecke für den Schwerlastverkehr spielt eine Rolle. Das erste Teilstück in Richtung Siedenburg hat bereits eine Breite von 5,90 Meter und ist etwa drei Kilometer lang. Das zweite Teilstück wird von 5,10 auf 5,50 Meter verbreitert und liegt auf den letzten 6,5 Kilometern zwischen Uepsen und Asendorf. Auch eine Information bezüglich des geplanten Radweges gab es: In frühestens 15 Jahren könnte der auf Platz 13 der Radweg-Liste des Landkreises stehende Weg an die Reihe kommen - frühestens.


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