Die Handlung beginnt damit, dass Lion Feuchtwanger in seinem amerikanischen Exil, aus dem er auch nach dem Krieg nicht nach Deutschland zurückkehrte, 1956 vom plötzlichen Tod Bertolt Brechts erfährt. Die Nachricht ist Anlass für eine stumme Zwiesprache mit dem Freund, dessen Talent Feuchtwanger 1918 entdeckt hatte. Die Beziehung der beiden bleibt immer ungleich - nicht nur wegen des Altersunterschieds, sondern auch wegen großer charakterlicher Unterschiede, gegensätzlichen Herangehens an die schriftstellerische Arbeit und der sehr verschiedenen Karriereverläufe.
Während Feuchtwanger die gemeinsamen Stationen Revue passieren lässt, den Beginn in München, die literarischen Triumphe der Zwanzigerjahre, die Flucht und das Leben im Exil, setzt er sich nicht nur mit Brecht, sondern auch mit sich selbst auseinander. Die Figuren sind echt, der Rahmen ist es auch, die Details des Romans dagegen sind erfunden. Dafür, dass sie trotzdem nah an der Wirklichkeit bleiben, bürgt Modicks eigener Hintergrund: Er hat über Feuchtwanger promoviert.
Die Stimmung der Zeit soll sich auch durch die Musik von Anja Herold (Saxofon) und Dagmar Ludwig (Klarinette) einstellen. Die beiden spielen unter anderem Stücke von Hanns Eisler, Wolfgang Korngold und Kurt Weill.
Karten für zwölf Euro (Impuls-Mitglieder zehn Euro) gibt es bei "Brass and more" am Hermann-Löns-Weg.


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