Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt hat sich am Donnerstag mit einer möglichen Erschließung des Gemeindewegs Nummer 17, der von der Kreisstraße 246 abzweigt und zu Grambergs Hof führt, beschäftigt. Fachbereichsleiter Ulrich Fortmann meinte, dass der Gemeindeweg zwingend ausgebaut werden müsse, damit sich dieser für den zu erwartenden Lastwagenverkehr eignet. "Zurzeit hat die Fahrbahn die Qualität eines besseren Radwegs", sagte Fortmann.
Drei Varianten wurden von der Stadtverwaltung vorgestellt, auf eine Lösung einigten sich die Kommunalpolitiker allerdings nicht. Es gab noch zu viele offene Fragen - und vor allem unterschiedliche Meinungen. Gramberg hatte der Verwaltung vorgeschlagen, dass er 20000 Euro zu einem Ausbau zuschießen würde. Das war Karl Schulze Temming-Hanhoff (SPD) allerdings zu wenig. Er meinte, dass der Landwirt den einmaligen Grundausbau finanzieren soll. "Wir können es den Anliegern nicht zumuten, dass sie in einigen Jahren für die Straße zahlen, nur weil Herr Gramberg Geld verdienen will", sagte er. Ralf Stöver, der in dem Ausschuss das Landvolk vertritt, meinte dagegen, dass man von Gramberg nicht verlangen könne, die Kosten für den Ausbau alleine zu übernehmen.
Traute Sandkuhl (Die Grünen) stellte das gesamte Projekt infrage. Für sie spräche ein Bau der Ställe gegen das Interesse der Stadt. "Das ist für mich keine privilegierte Landwirtschaft mehr. Es gehen Gefahren von dem Betrieb aus, die noch gar nicht bekannt sind", sagte sie. Der Ausschuss stimmte schließlich mit großer Mehrheit einem Antrag von Wolfgang Sasse (CDU) zu, dass sich das Gremium vor der nächsten Ausschusssitzung am 16. Februar bei einem Ortstermin die Situation anschaut, um entscheiden zu können, wie der Weg ausgebaut werden könnte. "Unsere Aufgabe ist es, für eine ausreichende Erschließung zu sorgen. Für den Rest ist der Landkreis zuständig", sagte Sasse.


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