"Es gibt diese Wärmepads, die kann man unter die Socken legen", gibt GGV-Pressesprecher Ralf Hüttemeyer seine Strategie für wohltemperierte Füße preis. Kaufen könne man die etwa im Jagdzubehörhandel. Kälteschutz, ergänzt Michael Pleus vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), solle man nicht unterschätzen. Das gelte besonders für Umzugsgäste, deren Urteilsvermögen vom Alkohol geschwächt ist. Deshalb fordert er alle Narren auf, nicht nur auf sich, sondern auch auf die Umstehenden zu achten. "Wenn Sie Betrunkene sehen, die draußen sitzen und nicht allein nach Hause kommen, geben Sie uns Bescheid! Man glaubt nicht wie schnell der Körper auskühlt." Das DRK ist wieder mit zwei Containern und zahlreichen Freiwilligen vor Ort. Für Sicherheit sorgen außerdem die Feuerwehr, Polizei und GGV-Ordungskräfte sowie das Technische Hilfswerk und die Funkhilfe Bookholzberg.
Anmeldung nun auch per Mail
Damit die Wagen am 18. Februar reibungslos rollen und die Musik- und Fußgruppen in Harmonie marschieren können, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten ein achtköpfiges Umzugsteam um Anträge, TÜV und Logistik gekümmert sowie andere große und kleinere Herausforderungen gemeistert. Als Leiter haben sich Ronalt Bachmann und Andreas Vieluf herauskristallisiert, sie können schonmal verraten, dass in diesem Jahr mindestens 108 Gruppen um den Ring feiern. Einige wenige könnten noch nachkleckern. Angemeldet seien bislang 34 Festwagen sowie 33 Fuß- und 17 Musikgruppen. "Die Anmeldungen können jetzt auch per Mail kommen, vorher ging das immer schriftlich", nennt Vieluf eine Veränderung zu den vergangenen Jahren, in denen Klaus Meyer und Fritz-Werner Bergmann den Festumzug organisierten. "Das wird auch ganz gut angenommen", sagt Vieluf über die elektronische Anmeldung.
Über 3500 Narren, das gibt die Statistik auch schon her, werden Teil der farbenfrohen Schlange sein, die sich beim Festumzug durch die Ortsmitte bewegt. Ein recht großer Anteil der Aktiven, betont Vieluf, sei erfreulicherweise sehr jung, Nachwuchsprobleme seien also nicht in Sicht: "15 Prozent sind unter 18 Jahre." Die größte Gruppe in diesem Jahr sind die Grafenthaler, sie reisen mit 150 Leuten an - die Schlutteraner sind mit 133 Narren fast genauso gut besetzt.
Mit lockeren Sprüchen und sicherlich auch der ein oder anderen Frechheit wird das Duo Gerrit Meyer/Markus Weise vom Turm am Steinacker aus die Gruppen und Zuschauer bespaßen. Den Turm an der Startlinie (schräg gegenüber der Volksbank) besetzen ebenfalls wie im vergangenen Jahr die Moderatoren Stephani Keltsch und Reiner Schwarting.
Auf dem Festplatz gibt es eine Veränderung, die alle Kälteempfindlichen freuen dürfte: Der überdachte Bereich vor dem Zelt wird erweitert, sodass man sich auf rund 3000 Quadratmetern vom Winterwetter unbeeindruckt zeigen kann.








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