Seit gestern muss sich der 58-Jährige wegen Mordes vor dem Landgericht Oldenburg verantworten, mehr als acht Jahre nach dem blutigen Verbrechen in Goldenstedt (Kreis Vechta). Denn der Verdächtige war nach der Tat in sein Heimatland geflüchtet. Im August 2011 überstellten ihn die Behörden nach Deutschland. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Heimtückisch habe er seine Tochter und seinen 32 Jahre alten Schwiegersohn ermordet, warf ihm die Anklage vor.
Am ersten Prozesstag sagte der Sohn des Verdächtigen als Zeuge aus, er konnte sich aber angeblich kaum noch an die Ereignisse erinnern. Bei der Polizei hatte er damals angegeben, dass seine jüngste Schwester ihn am Morgen geweckt habe. Seine Mutter habe geweint und gesagt: "Guck mal, was Dein Vater gemacht hat." Dann habe er die beiden Toten in dem Zimmer am Ende des Flurs liegen sehen.
Der 58-jährige Angeklagte wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Auch seine Frau und seine älteste Tochter machten keine Angaben.


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