Im Erdgeschoss werden zwei Gewerbeflächen mit rund 300 und 110 Quadratmetern eingerichtet. Für die größere Ladenfläche habe man bereits einen Mieter gefunden, so Sewtz: die LBS. Für die zweite Gewerbefläche gebe es einen Interessenten, der entweder mieten oder kaufen wolle.
Im gesamten ersten Geschoss mit rund 300 Quadratmetern Fläche will die Lebenshilfe Osterholz neun Wohnplätze für Menschen mit geistiger Behinderung schaffen. Vorgesehen seien Einzelappartements sowie jeweils eine Wohneinheit für zwei und drei Bewohner, teilte Geschäftsführer Olaf Bargemann mit. Der Kaufvertrag sei so gut wie unter Dach und Fach. Die Lebenshilfe betreibt bereits vier solcher Wohngruppen in der Kreisstadt sowie eine in Lilienthal. Die jüngste Einrichtung mit sechs Plätzen ist nach Auskunft Bargemanns erst vor einer Woche an der Bördestraße hinter dem Mehrgenerationenhaus bezogen worden.
"Alle Wohneinrichtungen sind großzügig von der ,Aktion Mensch' mit sechsstelligen Beträgen unterstützt worden", betont der Lebenshilfe-Geschäftsführer. Das sei auch bei dem Objekt an der Bahnhofstraße der Fall: "Sonst würde es nicht gehen." Der Bedarf an betreuten Wohneinrichtungen und Kurzzeitpflegeplätzen sei aber nach wie vor groß. "Wir müssen unbedingt noch etwas machen für Menschen mit schwersten Behinderungen, ältere geistig Behinderte sowie für Kinder und Jugendliche."
Im zweiten Obergeschoss des Neubaus an der Bahnhofstraße bietet das Bauunternehmen Sewtz drei Eigentumswohnungen in Größen von 88 bis 94,7 Quadratmetern zum Kauf an. Diese Wohnungen "sind noch zu haben", so Rainer Sewtz. Interessenten können sich mit dem Bauunternehmen unter der Rufnummer 04791/7977 in Verbindung setzen.
Auf ihrer Internetseite (www.sewtz-bau.de) hat die Bauunternehmung GmbH bereits eine grobe Zeichnung der Außenansicht des Neubaus veröffentlicht. Ob das Gebäude verklinkert oder verputzt wird, stehe aber noch nicht endgültig fest, betont Rainer Sewtz. "Die Tendenz geht zum Putzbau." Die Bauvoranfrage beim Landkreis "ist durch", teilt der Bauunternehmer mit; jetzt sei der Antrag auf Baugenehmigung in Arbeit. Vorgaben des Landkreises für die Gestaltung des Neubauvorhabens seien im Zuge des Verfahrens möglich.
Geplant wird das Wohn- und Geschäftshaus von der "HWB Architekten + Ingenieure GmbH" in Ritterhude. Zuständiger Architekt ist der Geschäftsführer Andreas Pigge - der im Landkreis Osterholz bereits unter anderem das neue Stadion der Stadt am Klosterholz geplant hat. Anfang Juli sollen die beiden Häuser 115 und 117 an der Bahnhofstraße abgerissen werden - das sei eine Sache von einem oder zwei Tagen, sagt Rainer Sewtz. Der Neubau solle dann bis Mitte 2012 fertiggestellt werden.


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