Nicht zufrieden war Nienstedt mit anderen Veranstaltungen. Das Open Air-Kino des WESER-KURIER auf dem Schützenplatz sei schlecht besucht gewesen; dies sei allerdings auf die ungünstige Witterung zurückzuführen. "Richtig enttäuscht" sei er aber über den mangelnden Besuch der Benefizveranstaltung des Schützenvereins zugunsten der Kunstschule Paula gewesen, sagte Nienstedt. Diese habe unter dem Slogan "Worpswede hilft Kindern" gestanden. "Hier verstehe ich die Worpsweder Bürger überhaupt nicht", kritisierte der Vereinschef. Er wolle hoffen, dass man in diesem Jahr nach der Benefizveranstaltung mit interessanten Musikgruppen am 25. August eine vierstellige Summe an den Verein Kukuk übergeben könne.
Mit großem Aufwand habe man den ersten Modernen Biathlon veranstaltet. Auch hier habe es nicht die erwartete Beteiligung gegeben. "Persönlich gefrustet" habe ihn, so Nienstedt, dass angemeldete Sportler einfach nicht gekommen seien. Über die Veranstaltung wurde noch ein Kurzfilm gezeigt.
Lobend äußerte der Vorsitzende sich über den Bau der Treppe zum Schützenplatz. Allen Helferinnen und Helfern dankte er. Die weiteren Funktionsträger gaben durchweg positive Berichte ab. Dies galt insbesondere für die Jugendleiterin Rosi Kirsch, die einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der rund 50 Mitglieder zählenden Kinder- und Jugendabteilung gab. Dabei hob sie den Aufenthalt beim befreundeten Schützenverein Norderney hervor. Als Nächstes steht am Sonntag, 19. Februar, ab 15 Uhr der traditionelle Kinderkarneval auf dem Programm. In diesem Jahr sind einige Investitionen, die aufgrund großzügiger Spenden verwirklicht werden können, vorgesehen. So werden die Schießsportanlage erweitert und die Überdachung des Schießstandes verlängert. Um Strom zu sparen, sollen etliche Halogenstrahler durch acht LED-Fluter ersetzt werden. Für die "große Maloche" bei den bereits begonnenen Arbeiten sprach Nienstedt allen beteiligten Mitgliedern seinen Dank aus.
Der Leiter des Traditionsschießens, Michael Hubert-Ludwigs, und sein Stellvertreter Dirk Scheppelmann tauschten ihre Posten. Der Leiter des Festausschusses, Wolfgang Behrens, und der stellvertretende Kassenwart Jürgen Heitmann wurden wiedergewählt. Neu im Amt sind die stellvertretende Leiterin des Sportschießens, Anne Finkel, und Kassenprüfer Lutz Jötten.
Zur Sprache kam noch die in Bremen diskutierte Waffensteuer in Höhe von 300 Euro für jede Waffe eines Schützen. "Wir können nur hoffen, dass es beim Säbelrasseln bleibt und dass die Diskussion ausgeht wie das Hornberger Schießen", betonte Manfred Nienstedt.


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