Grasberg. Axel Miesner bewirbt sich zum dritten Mal um ein Mandat im niedersächsischen Landtag. In einem Urwahlverfahren nominierte die CDU-Basis aus dem Wahlkreis 60 am Donnerstagabend im Grasberger Hof den Lilienthaler Christdemokaten, der sie seit 2003 als Abgeordneter in Hannover vertritt, erneut zu ihrem Direktkandidaten. Der 46-jährige Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, der von Grasbergs Altbürgermeister Heinrich Blanke vorgeschlagen worden war, erhielt mehr als 88 Prozent der Stimmen von Parteimitgliedern aus den Gemeinden Grasberg, Lilienthal, Worpswede, Ritterhude und Oyten sowie aus dem Flecken Ottersberg und der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck. Auf ihn entfielen 97 Jastimmen. Lediglich zwölf Christdemokraten votierten mit Nein. Ein Stimmzettel war ungültig.
Geheime Wahl
Das Ergebnis der geheimen Wahl verkündete knapp eine Stunde nach Tagungsbeginn der Osterholzer Kreisvorsitzende Kai Entelmann aus Grasberg, der einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt worden war. Unterstützt wurde er dabei von Verdens Kreisparteichef Adrian Mohr sowie der Lilienthalerin Birgit Reiß als Protokollführerin. Zu Vertrauensleuten wurden die Osterholz-Scharmbeckerin Dörte Bernsdorf und Kreisgeschäftsführer Ippe Klaassen aus Ritterhude bestimmt.
Unter dem Jubel seiner 110 Parteifreunde, darunter auch der örtliche Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt, Christian Tangermann aus dem niedersächsischen Landesvorstand und die Osterholzer Ehrenkreisvorsitzende Brunhilde Rühl sowie die Bürgermeister aus Grasberg und Ottersberg, Marion Schorfmann und Horst Hofmann, bedankte sich Miesner als strahlender Sieger für die breite Zustimmung. Dieses deutliche Votum der zahlreich erschienenen Christdemokraten sei für ihn eine Bestätigung seiner seit neun Jahren geleisteten Wahlkreis-Arbeit.
Zuvor hatte Miesner in seiner Kandidatenvorstellung die Erfolge der Union, die in Niedersachsen seit 2003 gemeinsam mit der FDP regiert, unterstrichen und besonders die Arbeit von Ministerpräsident David McAllister gelobt, der selbst aus dem Elbe-Weser-Dreieck stamme und oft in "unserer Heimat an Hamme, Wörpe und Wümme" zu Gast gewesen sei. Die Leistungen der CDU-geführten Landesregierung sowie Miesners Engagement für den Wahlkreis wurden von einer Dia-Show, die während des gesamten Nominierungsverfahrens im Hintergrund gezeigt wurde, optisch begleitet.
Axel Miesner erklärte voller Zuversicht, dass er am 20. Januar 2013 wieder das Direktmandat für die Union, die er als "die wahre Volkspartei" bezeichnete, gewinnen wolle. Seinen Worten zufolge seien es, seit die CDU im Land regiert, neun gute Jahre für Niedersachsen gewesen: "Im Bundesvergleich können sich die Zahlen bei Wirtschaft, Bildung und Soziales sehen lassen!"
Im Gespräch mit der WÜMME-ZEITUNG zeigte sich Miesner, der im Gegensatz zu den Nominierungskonferenzen von 2002 und 2007 zum ersten Mal keinen Gegenkandidaten hatte, erfreut über den Rückenwind und die überaus positive Resonanz von der Parteibasis. Mit diesem Rückhalt könne er ab Ende des Jahres einen aktiven Wahlkampf bestreiten. Neben Mandaten im Lilienthaler Gemeinderat und im Osterholzer Kreistag ist er stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender und gehört dem Vorstand der Landtagsfraktion an, für die er in zwei Ausschüssen als parlamentarischer Sprecher fungiert - und zwar für die Arbeitsgruppe Energie sowie für den Bereich Tourismus. Der Vollblutpolitiker, der seit der Kindheit in Worphausen wohnt, kennt den Wahlkreis "wie seine Westentasche", denn in seiner knappen Freizeit ist er mit dem Fahrrad in der Region unterwegs. Überdies beschäftigt er sich mit örtlichen Chroniken sowie mit der Geschichte Niedersachsens.


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