"Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis zufrieden", heißt es. Im Vergleich zum Rekord-Jahr hat die Volksbank Abstriche machen müssen. Man habe "fast an das Superjahr 2010 anknüpfen" können. Das Betriebsergebnis lag "fast auf Vorjahresniveau". Die Bilanz für 2011 weist einen Gewinn von 129000 Euro auf, im Jahr zuvor waren es rund 132000 Euro.
Dass der Vorstand dennoch von einem "außerordentlich erfolgreichen Jahr" spricht, hat mehrere Gründe. In der Bilanzsumme hat die Volksbank erneut zugelegt: um sieben Prozent auf 57,1 Millionen Euro. "Motor der Steigerung waren die Einlagen unserer Kunden und die Kredite", so Hohnhorst. Die Einlagen seien um drei Prozent gestiegen. 46 Millionen Euro vertrauten die Kunden der Bank an. "Sie machen rund 80 Prozent der Bilanzsumme aus." Der Trend verlagere sich von Tagesgeld und anderen kurzfristigen Anlageformen zu mittel- und langfristigen Anlagen. "Auch der traditionelle Sparbrief ist wieder interessant."
Bei Krediten verzeichnet die Volksbank erneut eine starke Nachfrage. "Das Kreditgeschäft war die Haupttriebfeder unseres Wachstums", sagt Brückner. Mit über 33 Millionen Euro steigerte sich der Bedarf um rund acht Prozent. Nach wie vor ist vor allem Baugeld gefragt. Rund 60 Prozent der Kredite wurden an Häuslebauer vergeben. "Schwanewede ist nach wie vor sehr attraktiv für den Wohnungsbau." Die Volksbank stellt das auch beim eigenen Bauland im Wohngebiet "Schwanewede Nord" fest. 22 Bau-Grundstücke hat sie hier erworben, davon sind bis auf sechs alle verkauft. Den Erwerb weiterer Flächen in dem großflächigen Baugebiet kann sich der Vorstand durchaus vorstellen.
Auch Firmen und viele Landwirte riefen Kredite ab. Für Brückner ist es ein Zeichen für die "positive Grundstimmung" der Wirtschaft vor Ort. Investiert werde in erneuerbare Energien und Betriebserweiterungen, besonders auch in der Landwirtschaft. Kreditklemme-für den Vorstand der Volksbank Schwanewede ist das ein Fremdwort. "Jedem berechtigten Kreditwunsch konnte entsprochen werden." So soll es bleiben. "Es wird bei uns keine Kreditklemme geben", so Brückner. Möglich mache das eine "solide Refinanzierung" durch Kundeneinlagen und ein Eigenkapital-Polster von rund sechs Millionen Euro. Statt der geforderten acht Prozent könne die Volksbank Schwanewede 20 Prozent des Kreditrisikos mit Eigenkapital unterfüttern. Die gute Eigenkapital-Basis begründet der Vorstand der Volksbank mit einer vorsichtigen Anlagestrategie. "Wir haben kein Geld in Griechenland-Anleihen und auf dem US-Markt investiert", sagt Hohnhorst. Das Portfolio der Bank enthalte "zu 95 Prozent Wertpapiere von Banken,
die der Sicherung des genossenschaftlichen Finanzverbundes der Volks- und Raiffeisenbanken unterliegen."
Freuen dürfen sich die rund 1042 Mitglieder der Volksbank Schwanewede. Der Vorstand verspricht eine Dividende "deutlich über dem Kapitalmarkt-Niveau". Im Geschäftsjahr 2010 waren es sechs Prozent.


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