Garlstedt. Im Dorfgemeinschaftshaus informierte der erfahrene Kriminalhauptkommissar Bürgerinnen und Bürger der Ortschaft über technische und verhaltensorientierte Einbruchprävention. "Einbruch hemmende Sicherheitsvorrichtungen machen es dem Täter schwerer", erklärte der Kripobeamte den Vortragsgästen.
Bevor eine elektronische Alarmanlage installiert werde, sei eine Sicherung von Fenstern und Türen empfehlenswert, so Jürgen Moje. Nur fachkundige Handwerksbetriebe sollten die Montage übernehmen. Der Kripo-Fachmann wies auf das Verzeichnis des Landeskriminalamtes für zertifizierte Unternehmen hin.
45 Prozent der versuchten Einbrüche scheiterten an guter Technik, war zu erfahren. "Eine absolute Sicherheit vor Einbrüchen gibt es nicht", betonte Jürgen Moje, jedoch gebe es eine Reihe von Einbruch hemmenden Möglichkeiten, die der Beauftragte für Kriminalprävention erklärte. Danach könnten Fenster und Türen vom Fachmann mit Sicherheitsbeschlägen nachgerüstet werden.
85 Prozent der Einbrüche erfolgten durch Aufhebeln, erfuhren die Gäste des Vortrages. Glasbrüche wurden kaum registriert. "Schützen Sie sich gegen Aufhebeln", empfahl Jürgen Moje. Er riet zu mehr stabilen Verriegelungen im Rahmen von Türen und Fernstern, sie würden dem Täter das Handwerk erschweren. Hausbesitzer sollten Schwachstellen prüfen.
Auf gute Nachbarschaft
Sie können sich kostenlos bei der Polizei informieren. "Ich komme zu Ihnen nach Hause", bot der Beauftragte für Kriminalprävention an. Zur Beschaffenskriminalität unterschied er den "Spontan- und Plantäter". Jürgen Moje machte deutlich, dass Wohnungseinbrecher meistens tagsüber kommen. Den Hausbesitzern riet er: "Lassen Sie das Haus bewohnt erscheinen." Ein abgestellter Besen, ein Wäscheständer mit Wäsche könnten dazu beitragen. Leere Carports im Urlaub sollten möglichst von Nachbarn benutzt werden. Tagsüber herunter gelassene Rollläden würden potentiellen Einbrechern signalisieren, dass niemand zu Hause ist. Bei der Installation von Alarmanlagen empfahl Jürgen Moje immer die Verbindung zur Polizei: "Die Polizei muss sofort über den Einbruch informiert werden."
Jürgen Moje wies auch auf das Projekt "Auf gute Nachbarschaft" der Polizei hin. Nachbarn sollten sich kennen und aufmerksam besondere Ereignisse an Haus oder Wohnung der Polizei melden. "Wir sind auf aufmerksame Nachbarn angewiesen", betonte der Kripo-Beauftragte.
Jürgen Moje beantwortete nach seinem Vortrag noch viele persönliche Fragen der Garlstedter. Weitere Informationen zum Einbruchschutz gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de oder unter der Telefonnummer 04791/3070.


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