Grasberg. Rund um das 1978 in Grasberg gegründete Blasorchester fällt eine Menge an Arbeit an. Die Proben müssen ebenso organisiert werden wie die Ausbildung des Nachwuchses; jemand muss sich um Auftritte und Fahrten kümmern, die Öffentlichkeitsarbeit hat einen hohen Stellenwert, und schließlich geht es bei den Blasmusikern um die inhaltliche Ausrichtung des Musikprogramms. Um diese Palette an Aufgaben kümmern sich zukünftig gleichberechtigt Axel Jagels, Anja Hartenberger, Annika Struß und Nicole Kück.
Dabei nimmt der Vorstand insbesondere die Zukunft des Orchesters und eine entsprechende Ausrichtung in den Blick. "Wir alle sind mit dem Publikum älter geworden", stellt etwa Axel Jagels mit einem Hinweis auf die zukünftigen musikalische Perspektiven fest. So soll das "typisch klassische Repertoire" wie Südböhmische Polkas, Lieder aus der Bergischen Heimat, Erinnerungen an Robert Stolz oder Konzertwalzer um moderne Stücke für das jüngere Publikum sukzessive erweitert werden.
Bei der Frage, welche Musik gespielt wird, redet auch Anja Hartenberger ein gewichtiges Wort mit. Das rund 40 Personen starke Orchester besteht nämlich aus unterschiedlichen Registern wie Klarinetten, Oboen, Flöten, Trompeten, Hörnern oder dem Schlagzeug. Jedes der insgesamt zwölf Register hat einen Sprecher oder eine Sprecherin, die regelmäßig zusammenkommen. Anja Hartenberger organisiert diesen Part und kümmert sich außerdem um die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses.
Vor den diversen Auftritten stehen umfangreiche Proben, die vorbereitet werden müssen und in das Aufgabengebiet von Nicole Kück fallen. Ferner kümmert sich das Vorstandsmitglied um die Technik und Organisation bei Konzerten. Einen guten Draht zu Veranstaltern pflegt Annika Struß. Ein gutes Dutzend Mal treten die Grasberger im Jahresverlauf auf - nicht nur in der hiesigen Region, sondern auch im Oberbergischen oder am Timmendorfer Strand. Annika Struß bucht diese Auftritte, außerdem landen immer wieder diverse Anfragen auf ihrem Tisch.
Damit die Auftritte des Blasorchesters auch entsprechend vernommen werden, werben die Grasberger nicht nur in ihrer Heimatgemeinde. "Wir haben Mitstreiter, die in Borgfeld, Brake oder Bremerhaven wohnen, auch dort machen wir auf uns aufmerksam", sagt der Borgfelder Axel Jagels, der sich schwerpunktmäßig um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern wird.
Die Höhepunkte des musikalischen Jahres finden nach wie vor in der Heimatgemeinde statt. Das Konzert in der Kirche und das Weihnachtskonzert im Grasberger Hof vor mehreren hundert Zuhörern beschreiben die Vorstandsmitglieder übereinstimmend als die herausragenden Veranstaltungen im Kalenderjahr.
Zweimal Jubiläums-Dienst
In diesem Jahr tritt das in der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf beheimatete Orchester unter anderem anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens im September auf, außerdem wollen sich die Musiker mit einem Themenwagen an der 250-Jahr-Feier der Ortschaft Rautendorf beteiligen. Ausgleich vom musikalischen Alltag finden die rund 40 jungen und älteren Mitglieder bei gemeinsamen Aktivitäten wie Boßeln, Kegeln, an Grillabenden oder beiWochenendtouren.
Franz Beckfeldt hat sich aus der ersten Reihe zurückgezogen. Nach 25 Jahren als erster Vorsitzender und als Bindeglied zwischen den Musikern und dem musikalischen Leiter Dietmar Quarz. Der ist hauptberuflich Flötist bei den Bremer Philharmonikern und seit 30 Jahren der musikalische Leiter des Grasberger Blasorchesters.
Geübt wird immer freitags in der Zeit von 19.30 Uhr bis 22 Uhr im Forum der Findorffschule. Die Instrumente werden gestellt. Informationen unter derTelefonnummer 04208/919378, bei Heike Streuer unter dem Anschluss 0421/275651 oder im Internet unter der Adresse www.bo-grasberg.de.


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