Mit guten Geschäftserwartungen der Landtechnik-Aussteller ging gestern die Messe zu Ende. Die Stimmung unter ihnen ist nach dem Hitze-Jahr 2010 mit seinen Umsatzeinbußen dieses Mal blendend. Die Agrarmaschinen-Hersteller rechnen mit einem guten Geschäftsverlauf in den kommenden Monaten. "Die Messe war für uns erfolgreich", freut sich Bernd Mienits von der Firma Lemken aus Nordrhein-Westfalen. "Wir hatten 50 bis 60 Prozent mehr Besucher als letztes Mal." Die Ausstellung ist für Lemken vor allem eine Informationsmesse, auf der die Firma ihre Besucher, Händler und Landwirte berate.
Sehr zufrieden zeigt sich auch die Maschinentechnik-Firma Mehrtens aus Zeven. Viele Besucher, ein guter Stand, zahlreiche Beratungsgespräche und Vertragsabschlüsse - eine rundum gelungene Messe, berichten Ina Mehrtens und ihr Sohn Jacob. Mit guten Auftragserwartungen endete die Messe auch für das Landmaschinenunternehmen Krone aus dem emsländischen Spelle. Von den letzten drei Messe-Jahren in Tarmstedt sei dieses Jahr das beste gewesen, erzählen Rainer Weerda und Hermann Brüggemann. Nicht nur Besucher aus Niedersachsen, sondern auch aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern hätten ihren Stand für eine Beratung aufgesucht .
"Viele neue Kontakte geknüpft"
Weniger gut ist dagegen die Stimmung bei Werner Bahrenburg, dessen Ottersberger Firma für Haustechnik solarunterstützte Heizsysteme installiert. Er war das dritte Mal in Tarmstedt und registrierte weit weniger interessierte Besucher als sonst. "Für uns hat es sich diesmal nicht gelohnt", sagt Bahrenburg. Woran es liegt, darüber kann er nur spekulieren. "Vielleicht ist das Thema Energie abgedroschen. Zudem gibt es immer noch das Vorurteil, Solar lohne sich nicht."
Ein Drittel mehr Besucher als im vergangenen Jahr hatte die Firma Highland Stall & Weide GmbH aus Oyten, die seit rund zehn Jahren auf der Tarmstedter Messe ihre Produkte präsentiert. "Es lief sehr gut", sagt Sven Kordisch. Viele neue Kontakte seien geknüpft worden, die Besucher hätten gut gekauft. Dabei sei das Unternehmen in Tarmstedt eigentlich vertreten, um zu beraten, weniger um zu verkaufen, so Kordisch, der die Messe für ihre gute Organisation lobt. Sehr zufrieden mit ihrem Umsatz ist Ilona Klopp, die in Tarmstedt seit 30 Jahren für eine ammerländische Firma auf Provisionsbasis ausschließlich einen Reinigungsstein verkauft. Aber es habe Jahre gegeben, da sei es noch besser gelaufen, sagt sie. Das führt sie auf die nun breiteren Wege zurück. "Für uns war die Enge früher besser, da konnten wir die Kunden besser erreichen."








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