Macht zusammen 112000 Euro - und da musste mancher im Ausschuss doch erstmal schlucken. Angesichts dieser Summe und der noch ausstehenden Haushaltsberatungen für 2012 enthielten sich fünf Mitglieder lieber der Stimme. Jürgen Weidemann (FDP): "Wir müssen uns bewusst sein, dass das der Einstieg in eine erhebliche Förderung auch der anderen Schulen ist, die dann ebenfalls mit Smartboards ausgestattet werden wollen."
Doch dass die Kosten auf die Stadt zukommen werden, ist allen klar. Ausschussvorsitzender Gerard-Otto Dyck (SPD), selbst Leiter einer Schule in Visselhövede: "Smartboards sind die Zukunft. Und der dürfen wir uns als fortschrittliche Stadt nicht verschließen."
Christian Piechot, Leiter der Realschule, kann Weidemanns Bedenken verstehen: "Es wird teuer werden." Aber der Trend zum Smartboard, das im Unterricht "extrem große Vorteile" gegenüber der herkömmlichen Kreidetafel habe, sei "ganz klar da".
Weidemanns Vorschlag, die Anschaffung zeitlich zu strecken und nur drei oder gar zwei Smartboards pro Jahr zu kaufen, ist aus Piechots Sicht "unglücklich". Bei vier Boards pro Jahr könnten alle Parallelklassen eines Jahrgangs mit den modernen Tafeln arbeiten. Piechot: "Werden nur drei gekauft, würde eine Klasse benachteiligt." Im übrigen sei das Anschaffungsprogramm mit vier Smartboards pro Jahr schon gestreckt. "Eigentlich wollten wir einen schnelleren Rhythmus", so der Schulleiter. Einen kleinen Trost hatte Piechot aber für den Ausschuss: Er geht davon aus, dass wie bei Computern oder Flachbildschirmen auch bei Smartboards der Preis in den nächsten Jahren deutlich fallen wird.


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