Verden. "Das Gebäude soll Lebensqualität für mehrere Generationen bieten. Das alte Haus hätte nicht mehr in die Zeit gepasst," sagte Bürgermeister Lutz Brockmann gestern beim Richtfest. Der sanierte Altbau soll barrierefrei sein. Ulrich Steinmeyer, Aufsichtsratsvorsitzender von AllerWohnen und Projektsteuerer für das AllerHaus, erläuterte das Vorhaben. Die Wohnprojektgruppe entstand 2009 nach einer Veranstaltung über Wohnen im Alter, die von Guhl organisiert wurde.
Das Team um Susanne Utikal und Dieter Mensen wollte das gemeinschaftliche Wohnen im Alter realisieren, aber nicht selbst als Bauherr auftreten. So kam nach mehreren Anläufen die Kooperation mit AllerWohnen zustande, erklärte Steinmeyer. AllerWohnen wurde 1997 als Dachorganisation für selbstverwaltete Wohnprojekte gegründet. Das AllerHaus ist mittlerweile das fünfte Projekt, das sie realisiert haben.
Steinmeyers Dank galt den beteiligten Akteuren: Der Stadt Verden, die das Grundstück für das Wohnprojekt zu einem günstigen Erbbauzins zur Verfügung stellte. Der Kreissparkasse Verden, die unkompliziert die staatlichen Förderkredite für energetische und altengerechte Sanierung vermittelte, und dem Netzwerk Nachhaltiges Bauen - bei dem AllerWohnen Mitglied ist - und durch dessen Mitglieder der Umbau kostengünstig realisiert werden kann.
Das Aller-Haus habe in mehrfacher Hinsicht Modellcharakter, so Steinmeyer: Als Passivhaus sei es für sehr niedrigem Energieverbrauch geplant. Und die Bewohner sollen weitgehende Mitbestimmungsrechte bekommen. "Noch sind übrigens einzelne Wohnungen frei, und es können noch Menschen zum Projekt dazustoßen", so Steinmeyer. Der Einzug sei für Ende Mai geplant.
Ansprechpartner sind Rosemarie Guhl, Telefon 04231/12432, oder Susanne Utikal vom Vorstand des Vereins AllerHaus, Telefon 04204/687605.




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