Vor der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete sollten die planenden Gemeinden deshalb künftig aufzeigen, dass alle Potenziale der Innenentwicklung ausgeschöpft seien, fordert Hogrefe. "In immer mehr Dörfern gibt es Leerstände im Ortskern und seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte ehemalige Hofgebäude sowie an den Rändern der Städte ungepflegte Industriebrachen."
Der Landkreis solle daher die Kommunen verpflichten, ein Leerstands- und Baulückenverzeichnung zu führen und bei Planungen zunächst auf diese Flächen zurückzugreifen. Hogrefe: "Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist ein Umdenken dringend erforderlich." Älter werdende Menschen wollten in schön gestalteten Ortskernen wohnen und dort Einkaufmöglichkeiten haben. Dies solle der Landkreis als Zielvorstellung in das neue RROP aufnehmen. "In Kirchlinteln wird gerade ein solches Konzept der Ortskernsanierung mit erheblicher Unterstützung des Landes Niedersachsen umgesetzt."
Auch im Bundesfernstraßen- und Eisenbahnbau müsse künftig der Grundsatz gelten: Ausbau vor Neubau! Dies gelte beispielsweise für die sogenannte Y-Trasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen. Die Forderung des Deutschen Bauernverbandes (DBV), künftig für jeden versiegelten Quadratmeter Ackerfläche einen anderen zu entsiegeln, müsse in ein neues Bodenschutzgesetz des Bundes aufgenommen werden. Hogrefes Forderung: "Wie beim Energiebrauch muss es künftig auch beim Flächenverbrauch gelingen, diesen erheblich zu verringern."


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