Kirchlinteln. "Alle haben gut mitgearbeitet und waren sehr schnell in der Lage, mit Hilfe der Biersensorik die Sorte geschmacklich zu beschreiben", so Sylvia Kopp. Als Einstimmung probierten die Interessierten Pilsener und Weizenbier.
Danach gab es fünf ganz einzigartige Sorten: Erdbeer-Weiße (Camba Bavaria, Bayern), Crew Pale Ale (Crew Ale Werkstatt, München), Duckstein Braukunst Edition (Carlsberg Deutschland, Hamburg), Aecht Schlenkerla Eiche Doppelbock (Brauerei Trum, Bamberg) und Fritz Ale Imperial IPA (Fritz Ale, Bonn). Vom Duckstein-Bier gibt es nur 1500 Flaschen, erklärte die Sommeliere, "die sind, wie es sich gehört, nummeriert".
Exzellenter Begleiter zum Essen
Bei der Probe zeigte sich auch, dass Bier durchaus ein exzellenter Begleiter zum Essen ist. Zum Crew Ale reichte Sylvia Kopp Comté-Käse, zum Schlenkerla gab es Rauchkäse und zum Fritz Ale eine Blauschimmelvariante. Aber auch Süßes passt: Zum Duckstein wurde den Gästen Gebäck nach Art der klassischen Sachertorte gereicht. Der Überraschungseffekt war jedes Mal groß.
Um die Konzentration auf die eigene Wahrnehmung zu erhöhen, ließ die gebürtige Langwedelerin die Gäste blindverkosten. Die Biere wurden auf der Diele eingeschenkt und in Probiergläsern (Weingläser) serviert. So konnte sich keiner von der Flaschenform und Ausstattung beeinflussen lassen. Kopp: "Das wirkt immer Wunder."
Das Trappistenbier "Chimay - Grande Réserve" aus Belgien hatte Sylvia Kopp bereits zur Vernissage der Kunstausstellung von Kathrin Müller-Struß angeboten. "Ein wahrhaftes Festtagsbier", so die Expertin. Das dunkle, obergärige Starkbier hat eine sehr hohe Stammwürze und einen malzigen Charakter.
Die 0,75-Liter-Flaschen sind wie Sektflaschen mit einem Champagnerkorken verschlossen. Das Trappistenbier wird unter Aufsicht von Mönchen in einem Kloster gebraut. Der größte Teil des Verkaufserlöses fließt in soziale Zwecke, so Sylvia Kopp. "Dieses Bier ist wie guter Wein länger als fünf Jahre lagerfähig", berichtete die Sommeliere in der Veranstaltung des Kulturkreises Lintelner Geest. Ebenfalls ein obergäriges Bier ist das in Bonn gebraute Fritz Ale. Die Bezeichnung IPA steht für einen alten englischen Bierstil mit der Besonderheit, dass es recht bitter ist. Beliebt ist das Fritz Ale bei Gourmets in den Vereinigten Staaten von Amerika.


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