Durch Berichte in den Medien würden sich nun aber diverse Schafhalter aus dem gesamten Landkreis beim Veterinäramt melden, so Rojem. Am Dienstag kamen zwei weitere Verdachtsfälle hinzu. Gestern Vormittag wurde bereits ein weiterer registriert. Die genommenen Proben werden derzeit im Staatlichen Veterinärinstitut in Oldenburg untersucht, das sich auf die Seuche spezialisiert hat.
Das Virus sorgt nur bei Lämmern für Verkrüppelungen und Missbildungen bis hin zu Totgeburten. Der Erreger wird von Stechmücken auf die Muttertiere - die nur einige Tage grippeähnliche Symptome zeigen - übertragen. Die Infektion sei laut Rojem nur zwischen dem 30. bis 50. Tag der Trächtigkeit möglich. Da die Schwangerschaft bei Schafen rund 150 Tage dauert, müsse die Übertragung vor hundert Tagen erfolgt sein. Da es bei den frostigen Temperaturen keine Mücken mehr gibt, schließt Rojem eine weitere Verbreitung des Virus aus. Im Landkreis Verden gibt es derzeit gut 280 registrierte Betriebe, die knapp 4800 Schafe halten. "Das Virus ist für den Menschen absolut ungefährlich", informierte der Kreisveterinär. Er rechnet aber damit, dass "wir in den kommenden Tagen weitere bestätigte Fälle haben werden".


Regenwahrscheinlichkeit: