Verden. Wie das Projekt zustande gekommen ist, erklärt Kirchenamtsleiter Martin Brosenne: "Im vergangenen Jahr wurden die ehemaligen Kirchenkreise Verden und Rotenburg in einem gemeinsamen Kirchenamt zusammengefasst und in das neue Gebäude an der Lindhooper Straße verlegt. Seitdem steht uns ein riesiger Außenbereich zu Verfügung, der kaum Sitzmöglichkeiten bietet." Um die ersten Sonnenstrahlen des kommenden Frühlings genießen zu können, haben sich die Mitarbeiter des Kirchenamtes daher Sitzbänke gewünscht. Vermittelt durch Henning Seiffert, Schulpastor an den Berufsbildenden Schulen Dauelsen, kamen fünf Schüler des Fachbereichs "Bau und Metall" im Berufsvorbereitungsjahr 2011 diesem Anliegen nach.
Nach den Herbstferien haben die jungen Männer unter der Leitung von Klassenlehrer Bernd Wünsch knapp sechs Wochen mit der Arbeit an den Holzbänken verbracht. "Im Vordergrund dieses Projektes standen sowohl das selbstständige Arbeiten als auch das Arbeiten im Team", erklärt Wünsch. Die Aufgaben mussten verteilt, Zeichnungen angefertigt und Holzberechnungen ausgearbeitet werden. Bewertet wurde das Projekt nicht, da man den Schülern keinen Druck bereiten wollte, sondern "Freude an der Sache", so Wünsch.
Schüler hatten Spaß am Bauen
"Wichtig bei Projekten wie diesem ist, dass die Schüler ein Endergebnis vorweisen können. Etwas Handfestes, das von Nutzen und Dauer ist", berichtet Studiendirektor Reinhard Witt. Seinen Worten zufolge hat das "handlungsorientierte Arbeiten" an den Berufsbildenden Schulen längst Fuß gefasst - auch zur Freude der Schüler. "Wir hatten Spaß an dem Bau der Bänke. Die praktische Umsetzung ist halt immer aufregender als die Theorie", meint Mohammet-Ali Uzun.
Momentan beschäftigt sich die Klasse mit einem langwierigen Projekt an der eigenen Schule, das noch bis zu den Sommerferien andauern soll. Wünsch: "Wir funktionieren einen Raum, in dem zuvor Waschbecken hingen, zur Sitznische für die Schüler um."


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