Kirchlinteln. Vergangenen Sonntag veranstalteten sie einen Tag der offenen Tür unter dem Motto "Von unseren Azubis für Euch" - mit großem Erfolg. Andreas Dittrich und Jörg Lübbehüsen, die beiden Geschäftsführer von emkon, waren von dem Zuspruch begeistert. "Der Tag war ein voller Erfolg, mit dem ich so nicht gerechnet habe", sagte Andreas Dittrich.
Rund 150 Interessierte ließen sich von den Auszubildenden Ausbildungswerkstatt, Montagehalle und Büros zeigen und die Arbeit erklären. Während dieser Führungen konnten die Besucher nicht nur die Firma kennenlernen, sondern auch einen Einblick in alle angebotenen Ausbildungsberufe bekommen. Die Auszubildenden der Firma emkon hatten in ihren jeweiligen Berufen ganz spezielle praxisbezogene Übungen für die Jugendlichen vorbereitet, wie zum Beispiel Zeichnen am Brett oder im CAD-Programm, Arbeiten am Schraubstock sowie das Kennenlernen einfacher elektrischer Schaltungen.
Hochpräzise Technik
"Für diese hochpräzise Technik brauchen wir ausgewählte Spezialisten", sagte Jörg Lübbehüsen. Die Jugendlichen bekommen anfangs eine anderthalb Jahre dauernde intensive Ausbildung, um dann anschließend zwei Jahre in der Produktion mitzuarbeiten.
"Wir lassen sie auch eine Maschine selber zusammenschrauben; dadurch wird die Zusammenarbeit gefördert, und wir sehen, wer Verantwortung im Team übernimmt", so der Geschäftsführer. Alle im technischen Bereich Ausgebildeten müssen für einen möglichen Auslandseinsatz fähig sein, denn der Servicebereich wachse ständig. Während der dreieinhalb Jahre Lehrzeit haben die Auszubildenden durchgehend Englischunterricht, damit sie auch im internationalen Geschäft einsetzbar sind.
"Die jungen Leute wollen die Welt kennenlernen, das stärkt ihr Selbstvertrauen, und das wollen wir natürlich fördern", so Lübbehüsen. Schließlich müssten alle in der Lage sein, im Ausland Servicearbeiten an den von emkon gelieferten Verpackungsmaschinen auszuführen. Lübbehüsen: "Es ist ein eingeschweißtes Team. Den Nutzen haben die älteren Mitarbeiter, denn die brauchen dann nicht mehr so oft auf Montage." In Ungarn, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und weiteren Staaten müssten Verpackungsmaschinen durch emkon-Mitarbeiter gewartet werden.
Der vor zwölf Jahren gegründete Betrieb im Kirchlintler Gewerbegebiet an der Deelsener Straße hat Anfang des Jahres vier Auszubildende übernommen, und auch die anderen zwölf können mit einer Weiterbeschäftigung nach dem Ende ihrer Ausbildung rechnen. Jörg Lübbehüsen: "Unsere Maschinen sind gefragt - nicht nur in einer Branche: Wir produzieren für die Tabak-, Pharmazie-, Kosmetik- sowie Nahrungs- und Genussmittelbranche." Aber auch Ideen für neue Produkte sind vorhanden. "Wir können uns vorstellen, zum Thema Aussehen von altersgerechter Verpackung selber Entwürfe zu machen."
Die räumlichen Kapazitäten des Betriebes stießen mittlerweile an ihre Grenzen. Der Kirchlintler Maschinenbaubetrieb wolle und müsse deshalb erweitern. "Der Wandel zum Serienbau erfordert eine starke Veränderung, einen Aufbau von Ressourcen, die vorher nicht gebraucht wurden, wie zum Beispiel Platz." Alle vier Lager seien bis an die Grenzen voll. Der erfolgreiche Tag der offenen Tür, geplant und gestaltet von Auszubildenden, solle nächstes Jahr wieder stattfinden.


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