Thedinghausen. Doch nicht nur die örtliche Bildungs- und Energiepolitik stand auf der Themenliste in der vom Vize-Fraktionsvorsitzenden Heinz von Hollen geleiteten Konferenz, in die sich auch der stellvertretende Landrat Axel Rott einbrachte. Zunächst stiegen die Christdemokraten in die Debatte um den Hochwasserschutz ein. In diesem Jahr, so die Quintessenz der Beteiligten, sollen die Arbeiten in der Deichsanierung bei Ritzenbergen fortgeführt werden. Bereits in den vergangenen neun Jahren - seit 2003 - seien mehr als zehn Millionen Euro aus der Landeshauptstadt in die Sanierung der Deiche zwischen Verden und Bremen geflossen.
Die Landesregierung habe ihm mitgeteilt, dass der Mittelweser-Verband in 2012 mit einer Mittelbewilligung in erheblicher Höhe rechnen könne, berichtete Wilhelm Hogrefe vor dem Gremium und kündigte an, sich "mit Nachdruck" in Hannover dafür einsetzen zu wollen, dass auch in der neuen Wahlperiode ab 2013 Deichbaumittel "in einem erforderlichen Umfang" für die Aller-Weser-Region bewilligt werden.
Und auch die geplante Höherlegung der Landesstraße zwischen Werder und Uesen thematisierten die Christdemokraten auf ihrer Tagung. Hogrefe fordert hier eine einstweilige Anordnung zum vorzeitigen Baubeginn. Die durch die Klage von zwei Unternehmern entstandene Verzögerung sei, so Hogrefe weiter, nicht länger hinnehmbar. Zumal mehr als 5000 Bürger eine Verbesserung des Straßenanschlusses in Hochwasserzeiten mit einer Unterschriftenaktion bekräftigt hätten.
Den größten Anteil im Gesprächsprogramm der CDU-Konferenz nahm allerdings der Bildungsbereich in der Samtgemeinde Thedinghausen ein. Hier diskutierten die Kommunalpolitiker mit ihrem Gast vor allem über einen gerechten Verteilungsschlüssel für die zusätzlichen Finanzmittel von ungefähr 1,2 Millionen Euro. Mit diesem Obolus wolle der Landkreis Verden nach den Vorstellungen der CDU-Kreistagsfraktion im nächsten Jahr die Kindertagesstätten unterstützen, so Hogrefe.
Karin Bergmann, Mitglied einer siebenköpfigen Kommission, die sich für die Belange der Thedinghauser Gudewill-Oberschule einsetzt, und Heinz von Hollen berichteten zudem über den Start der Oberschule seit dem vergangenen August und die Anstrengungen der Samtgemeinde, die Bildungseinrichtung mit dem nötigen Rüstzeug für einen Unterricht auf gymnasialem Niveau auszustatten.
Beim Thema erneuerbare Energien waren sich die Konferenzteilnehmer darüber einig, auch in Zukunft auf ein Repowering der vorhandenen Windrotoren zu setzen. Ebenfalls berieten die Politiker über eine "moderate Ausweitung neuer Vorranggebiete". Hier, so Hogrefe, sollte jedoch der Vorschlag des Landkreises zur Neuaufstellung des RROP (Regionales Raumordnungsprogramm) abgewartet werden. "Da das neue Energiekonzept der Landesregierung eine erhebliche Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vorsieht, sollten die Menschen vor Ort von den Vorteilen überzeugt werden", rät von Hollen.


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