Verden-Hönisch. "Sie werden staunen, wie viel Platz dazugekommen ist", versprach Kita-Leiterin Birgit Rohde gestern vor einem Rundgang mit geladenen Gästen. Die Hausherrin freute sich vor allem über die von ihrem Team eingebrachten Ideen für das Projekt: "Es wurden ganz viele von unseren Wünschen umgesetzt." Der Umzug aus dem bisherigen Domizil im alten Hönischer Schulhaus erfolgte in zwei Schritten. Bereits Ende November konnten die 30 Krippenkinder in ihre neue Kita einziehen. Seit dem 16. Januar nutzen auch die 50 Mädchen und Jungen der zwei Kindergartengruppen die hell gestalteten Räumlichkeiten.
Der 2,33 Millionen Euro teure Neubau ist ein hoch wärmegedämmtes Gebäude in Anlehnung an den Passivhaus-Standard. Durch das moderne Bauverfahren und fortschrittliche Haustechnik erhofft sich die Stadt deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch. "Ich bin froh, dass der Stadtrat so entschieden hat", sagte Georg Rolink, zuständig für die Gebäudeverwaltung bei der Stadtverwaltung. Zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien gehören eine Wasser-Wärmepumpe, vier Erdwärmesonden und eine thermische Solaranlage mit einer Kollektorfläche von 19 Quadratmetern. Darüber hinaus gebe es eine Fußbodenheizung in den Nass- sowie eine Wandheizung in den Aufenthaltsräumen, informierte Diplom-Ingenieur Thomas Isselhard.
Zufrieden zeigte sich gestern auch Christiane Morré. "Für die insgesamt 80 Plätze gibt es bereits deutlich mehr Anmeldungen", sagte die Bildungskoordinatorin der Stadt Verden. Das Essensangebot, das derzeit von der Hälfte der Kita-Kinder genutzt wird, liefert die Stiftung Waldheim. "Die Tendenz ist steigend, gerade in Verbindung mit dem Bildungspaket", so Morré. Bürgermeister Lutz Brockmann nach dem Rundgang: "Der eine oder andere wird auch neidisch auf diesen Neubau sein, aber die Pädagogik machen nicht die Gebäude." Diese Kompetenz schätze er an dem zwölfköpfigen Erzieherinnen-Team um Leiterin Birgit Rohde.
Jede der vier Kita-Gruppen hat ihre eigenen Räumlichkeiten. Zusätzlich können beide Altersgruppen einen Gemeinschaftsbereich nutzen. Bei den Kindergartenkindern ist dieser mit einer Küchenzeile ausgestattet. Mobile Podeste bieten den älteren Jungen und Mädchen viele variable Spielflächen. Neben den Aufenthaltsräumen mit Namen wie "Atelier" und "Universum" wurde auch ein großer Garderobenbereich eingerichtet.
Der Öffentlichkeit soll die neue Kindertagesstätte bei einem Sommerfest vorgestellt werden, so Birgit Rohde.


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