Die Ortswehren haben aktuell zusammen 222 Aktive. Die Jugendwehren zählen 86, die Seniorengruppen 65 Mitglieder. Hinzu kommt die Kinderwehr Völkersen/Holtebüttel, der rund 20 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren angehören.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 53 Einsätze einschließlich zweier Übungen gefahren. Bei 21 Einsätzen waren mindestens zwei Ortswehren beteiligt, diese Zahl entspricht zugleich den Brandeinsätzen. 15 Mal rückten die Wehren zu technischen Hilfeleistungen aus, neunmal gab es einen Fehlalarm.
Die Ortswehren haben sich nach und nach spezialisiert. Langwedel verfügt als Stützpunktwehr über besonderes Gerät wie auch die Ortswehr Etelsen, die für Unfallrettung ausgerüstet ist. Holtebüttel wird als "Ölfeuerwehr" immer dann gerufen, wenn Ölunfälle zu bekämpfen sind. Cluvenhagen ist neben Dauelsen die einzige Wehr im Landkreis, die bei Bahnunglücken Oberleitungen erdet. Ihr Gebiet reicht von Langwedel-Förth bis Mahndorf.
Über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus beteiligen sich die Freiwilligen Feuerwehren an Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, stellen dafür gelegentlich auch ihre Feuerwehrhäuser zur Verfügung. Private Feiern fänden dort nicht statt, sagt Gerd Brandt, der als Ordnungsamtsleiter für die Feuerwehren zuständig ist.
In der Vergangenheit ist hinter vorgehaltener Hand immer mal wieder überlegt worden, wegen der Kosten aus sechs Ortsfeuerwehren drei zu machen, ohne dass dieser Gedanken allerdings ernsthaft verfolgt worden wäre. Zum einen sind die Feuerwehren eine Macht, zum anderen wird ihre soziale Funktion in den Dörfern anerkannt.


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