Eingangs der Sitzung stellte die Verwaltung auszugsweise die Ergebnisse der Umfrage zum Mittagessen vor, die sie Ende vergangenen Jahres in den Kitas und Schulen durchgeführt hat. Demnach schmeckt fast zwei Dritteln der befragten Kinder das Essen gut, ein gutes Drittel sieht das eher neutral und nur sehr wenigen schmeckt das Essen nicht. Zudem ist die überwiegende Zahl der Eltern nicht bereit, mehr als die derzeit geforderten 2,05 Euro für ein Mittagessen zu zahlen.
Dass den Kindern in der Kita-Mitte ihr Mittagessen zu Zeiten, als dort noch ein Koch angestellt war, zu fast 90 Prozent gut schmeckte und der Rest der Befragten den neutralen Smiley ankreuzten, wurde nicht weiter erörtert. Ebenso wenig wie das Ergebnis, dass fast ein Viertel der Kinder in den Kitas und der Astrid-Lindgren-Grundschule derzeit nicht satt wird, oder dass in der Hauptschule sogar 53 Prozent der Schüler diese Frage mit Nein beantworteten.
CDU-Ratsfrau Isabel Gottschewsky sprach das Thema zwar an - "Ging es in der Astrid-Lindgren-Schule nicht auch darum, dass die Kinder dort nicht satt werden?" -, doch sprechen wollte darüber im Schulausschuss niemand. Lars Gagelmann (WGA/FDP) forderte von der Verwaltung ein klares Wort "zu dieser ganzen elendigen Diskussion". Elisabeth Blohm müsse in Schutz genommen werden, die Stadt klar und deutlich sagen, dass sie zu ihren Verträgen stehe. Für Walter Rau (SPD) war das Thema ohnehin "ziemlich hochgespielt". Die Darstellungen der unzufriedenen Eltern hätten nicht den Tatsachen entsprochen. "Das war nicht in Ordnung." Zumal, so Gagelmann und Rau übereinstimmend, nicht vergessen werden dürfe, dass das Essen nur 2,05 Euro koste.
Rückendeckung bekam der Party-Service von Elisabeth Blohm auch von der zuständigen Fachbereichsleiterin im Rathaus, Wiltrud Ysker. "Frau Blohm kocht nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und hält alle Vorgaben der Ausschreibung ein."
"Wenn man Elternbeschwerden ernst nimmt, dann muss man so einer Sache nachgehen", hielt Karl-Heinz Lichter (CDU) diesen Äußerungen entgegen. "Das haben wir getan. Jetzt haben wir ein Ergebnis, auf dem wir aufbauen können."


Regenwahrscheinlichkeit: