Dann räumte ein Bagger Steine an der Böschung aus dem Weg. Zuvor war der mit Wasser vollgelaufene Frachter weitgehend leergepumpt worden. Es sei möglich, dass die Arbeiten bis zum Morgen eingestellt werden, sagte Oltmanns. Bei Tagesanbruch setze man sie fort.
"Wann die Hunte wieder befahrbar ist, können wir noch überhaupt nicht sagen", hatte Oltmanns gesagt. Jetzt komme es darauf an, ob die beschädigte "Janine" tatsächlich in einem Stück geborgen werden könne und schwimmfähig sei, erklärte Oltmanns.
Der Frachter hatte sich am Abend des 13. September in einer Uferböschung festgefahren und war später unter der Last der Ladung von 1100 Tonnen Erz zusammengebrochen. Der Kapitän, seine Frau und seine Tochter sowie zwei Hunde konnten sich mit einem Beiboot ans Ufer retten. Als Unfallursache wird ein Ruderausfall vermutet.
Es werde geprüft, ob dem Kapitän ein strafrechtlicher Vorwurf zu machen sei, sagte Polizeisprecher Karsten Wolff am Dienstag. Der Schiffsführer schweige im Moment zum Unfallgeschehen und lasse sich von einem Anwalt vertreten. In der kommenden Woche solle das Wrack genauer untersucht werden.
Nach der Havarie hatten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks den Unglücksort mit Ölsperren abgesichert. Nach Polizeiangaben sind bisher weder Diesel noch Schmieröl ausgetreten. Das ist Oltmanns zufolge auch nicht mehr zu befürchten, weil die Tanks unbeschädigt sind.
Zur Vorbereitung der Bergung war das Schiff zunächst entladen worden. Erst wenn die "Janine" abgeschleppt und die Fahrrinne überprüft wird, können wieder Schiffe die Hunte passieren. Derzeit müssen Binnenschiffer einen Umweg von zwei Tagen über die Weser, den Mittellandkanal und den Dortmund-Ems-Kanals zum Küstenkanal in Kauf nehmen. (dpa)








Regenwahrscheinlichkeit: