Altenesch. Die Freiwillige Feuerwehr Altenesch darf sich über frische Kräfte in den eigenen Reihen freuen. Drei Mitglieder der eigenen Jugend haben 2011 den aktiven Dienst bei der Feuerwehr aufgenommen, womit die Zahl der Einsatzkräfte nun 27 beträgt. Hinzu kommen 13 Feuerwehrmitglieder in der Altersabteilung und 16 in der Jugendfeuerwehr.
Die Versammlung im Feuerwehrgerätehaus begann mit dem Rückblick des Ortsbrandmeisters Holger Schläger auf die Einsätze und Aktivitäten im Jahr 2011. Die Altenescher Feuerwehr war zu Bränden in einem Wohnhaus, einem Geräteschuppen aus Holz, einer Hecke sowie nach der Explosion eines Heizkessels ausgerückt, um zusammen mit den Kollegen aus Lemwerder und Bardewisch das Schlimmste zu verhindern. Hinzu kamen zwei Einsätze, weil die Brandmeldeanlagen auf einer fast fertigen Jacht der Lürssen-Werft sowie des Gymnasiums ausgelöst worden waren. Bei einem Hilfeleistungseinsatz nach einem Verkehrsunfall im April galt es, die Gefährdung durch die auf die Hauptstraße ausgelaufenen Flüssigkeiten einzudämmen und die Fahrzeuge zu bergen. Daneben beteiligten sich Altenescher Kameraden an zwei größere Übungen, wobei die Evakuierung der Bewohner des Altenheims in der Wiesenstraße sowie ein Löscheinsatz in der Maschinenhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs geprobt wurden, und absolvierten 400 Stunden
Aus- und Weiterbildungen sowie rund 1250 Stunden sonstige Dienste.
Die Neuaufnahmen führten dazu, dass das Budget für die Beschaffung von Uniformen 2011 nicht ganz ausreichte. Auch die derzeit laufende Umstellung auf schwarze Feuerwehr-Einsatzjacken erfolge im Sinne sparsamer Mittelverwendung über mehrere Jahre gestreckt. Den Tätigkeitsberichten der einzelnen Funktionsträger war weiterhin zu entnehmen, dass neun Feuerwehrmitglieder über eine Fahrerlaubnis verfügen, die sie dazu berechtigt, das Löschfahrzeug zu lenken, elf von ihnen der Atemschutztruppe angehören und sich der Ausbildungsstand in Erster Hilfe auf gutem Niveau befindet. Die Zahl der Rohrbrunnen in Altenesch stieg auf 23 - mehrere von ihnen waren schon Übungsobjekte.
Das Jahr 2011 verlief unfallfrei
Ein gutes Zeugnis gab Gerätewart Martin Rethorn den Fahrzeugen und der technischen Ausstattung, die um einen neuen Wechselstromerzeuger und eine LED-Leuchteinheit ergänzt wurde, die nicht so viel Wärme erzeugt wie die vorher genutzte Leuchteinheit und daher nach Einsatzende schneller wieder abtransportiert werden kann. Sicherheitswart Dieter Runge meldete einen unfallfreien Verlauf aller Dienste und Einsätze in 2011.
Befördert wurden Christian Meyer zum Hauptfeuerwehrmann, Aaron Schippers zum Löschmeister und Pierre Rohde zum Oberfeuerwehrmann. Holger Schläger wurde der Dienstgrad des Brandmeisters verliehen, er hatte zuvor die entsprechenden Lehrgänge und Prüfungen absolviert.
"Die Feuerwehr ist mir in 25 Jahren lieb geworden", erklärte Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann in seinem Gastbeitrag. Die erheblichen Investitionen in die Feuerwehren in den vergangenen Jahren und die noch anstehenden Investitionen in ein neues Einsatzleiterfahrzeug und die Ausstattung der Feuerwehren mit digitaler Funktechnik seien "gut angelegtes Geld". Zur Begründung erinnerte der Bürgermeister daran, dass Lemwerders Feuerwehren nicht nur für solche Brand- und Rettungseinsätze ausgerüstet sein müssten, mit denen es jede Feuerwehr in der Nachbarschaft irgendwann mal zu tun bekommen könne. Zusätzlich müssten sie jederzeit in der Lage sein, mögliche Brände in den Großbetrieben wie den Werften schnell und effizient zu bekämpfen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Beckmann schloss seine Ausführungen mit einem Dank an die Mitglieder der Altenescher Feuerwehr für ihre Mitarbeit und Bereitschaft, sich diesen Aufgaben zu stellen.


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