Die älteste Tochter nahm ihre Eltern und die zwei jüngeren Geschwister in Empfang. Die 20-Jährige hatte in Deutschland bleiben können. Die Abschiebung der Familie aus Hoya (Landkreis Nienburg) hatte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) viel Kritik eingebracht, da die Vietnamesen seit rund 19 Jahren in Deutschland lebten und als gut integriert galten. Daraufhin hatte sich Schünemann für die Wiedereinreise der Familie eingesetzt.
Die Chronologie zu dem Fall:
8. November 2011: Gegen drei Uhr morgens werden die Eltern und die beiden jüngeren der drei Kinder von der Polizei abgeholt und zum Flughafen gebracht. Nur die damals 19 Jahre alte Tochter Ngoc Lan wird nicht abgeschoben. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) wird in den folgenden Tagen mit Vorwürfen konfrontiert, verteidigt die Abschiebung zunächst aber.
14. November 2011: Schünemann reagiert auf die wachsende Kritik an seiner Flüchtlingspolitik und setzt sich überraschend für die Wiedereinreise der Familie ein. Er bittet Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.
15. November 2011: Über das Bundesaußenministerium bittet Schünemann die deutsche Botschaft in Hanoi, der Familie Nguyen ein Visum zu erteilen.
19. Januar 2012: Die vietnamesischen Behörden stellen die Reisepässe aus und ermöglichen somit die Visa-Erteilung. Da es in Vietnam nicht selbstverständlich ist, Ausweispapiere zu haben, musste die Familie lange auf diesen Tag warten.
31. Januar 2012: Die Familie landet nach Zwischenstopps in Bangkok und Frankfurt/Main auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen. (dpa)


Regenwahrscheinlichkeit:
