Bis zu 70 Prozent aller Wiesenvögel, die es in Deutschland gebe, seien hier zu Hause. Dazu zählten vor allem Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Für diese sollen in den kommenden Jahren spezielle Flächen zwischen Ems und Elbe gesichert werden, vor allem in den Gebieten Cuxhaven, Wesermarsch, Emsland, Cloppenburg, Oldenburg sowie in Ostfriesland.
Die Schutzmaßnahmen sind nach Ansicht Birkners notwendig, da der Bestand der Wiesenvögel stark abgenommen habe. Hauptursache sei der Wandel in der Landwirtschaft, etwa die Trockenlegung von Flächen. Die meisten Wiesenvogelarten benötigten jedoch feuchte und nasse Gebiete. Derartige Verhältnisse gebe es nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.
Bei dem neuen Projekt gehe es daher vor allem um die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, sagte der Minister. So solle der Lebensraum der Tiere verbessert werden. Gleichzeitig sollen die Flächen für die Landwirtschaft erhalten bleiben. Auch Jäger sollen den brütenden Vögeln helfen, indem sie unter anderem Füchse und Marder fernhalten. Bis 2020 fließen gut 22 Millionen Euro in das Programm. 60 Prozent davon zahlt die Europäische Union, den Rest überwiegend das niedersächsische Umweltministerium.


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