Am Ende wird er jedoch von Helmut Schmidt aus Niedersachsen vom Thron gestoßen. Antony erstreitet sich aber immerhin den zweiten Platz. In der 'Königsklasse' siegt Hinrich Raske aus Bremen. Als Königsklasse gilt der Wettbewerb, für den sich die Kandidaten aus den einzelnen Bundesländern in einem Vorausscheid qualifiziert haben.
Ungefähr 4000 Besucher sind laut Veranstalterangaben an diesem Sonnabend in die Celler Innenstadt gekommen, um Ross Antony und die anderen Rauschebärte in Aktion zu erleben. Egal, ob Schlittenkufen-Wechsel, Lebkuchenhäuser-Bauen oder Kinder-Besänftigen: Die Weihnachtsmänner geben an jeder Station ihr Bestes. Obwohl Titelverteidiger Antony dieses Mal nicht den Sieg eingeheimst hat, lässt er sich die Freude an Weihnachten nicht verderben. 'Ich bin ein großes Kind', sagt der 35-Jährige. Weihnachten - das sei für ihn Truthahn essen, am Kamin sitzen und mit der Familie zusammen sein. Er habe insgesamt sieben Tannenbäume bei sich zu Hause aufgestellt, erzählt der Weihnachtsfan.
Celle scheint es darauf abgesehen zu haben, sich als Tummelplatz für Weihnachtsmänner einen Namen zu machen. Erst vor einigen Tagen fand ein Ausbildungsseminar statt, bei dem sich angehende Rauschebärte auf ihren Einsatz vorbereiten konnten. Die Teilnehmer der Meisterschaften gestern waren über den Auszubildendenstatus allerdings längst hinaus und zeigten sich indes gut vorbereitet. 'Was wäre ein Weihnachtsmann ohne Helfer?', sagt sich etwa der niedersächsische Rauschebart-Kandidat Simon Kleinschmidt aus Soltau. Der 25 Jahre alte Erzieher hat sich gleich dreifache Unterstützung mitgebracht: Den Weihnachtself Mukki, alias Sven Knoop aus Celle, das Rentier Andreas Wißwedel und das Christkind Karina Emmann begleiten ihn. Für alle drei zählt bei dieser Meisterschaft vor allem der olympische Gedanke. 'Es geht darum, den Geist der Weihnacht in die Herzen der Menschen zu bringen', betont Santa Simon. Rentier Andreas beklagt allerdings, dass er mal wieder den schweren Geschenkesack schleppen muss. Schließlich sei er ein Rentier und kein Packesel.
Franziska Metzner, die amtierende Miss Barock aus Rudolstadt in Thüringen, hatte früher Angst vorm Weihnachtsmann. Deshalb legt die 21-Jährige als Jurorin besonders großen Wert auf ein freundliches und sympathisches Auftreten der Kandidaten. Auch Väterchen Frost aus Russland ist nach Celle gekommen, um seine deutschen Amtskollegen anzufeuern. Mit Schnee und Eis wollte es angesichts der gar nicht winterlichen Temperaturen in diesem Jahr allerdings trotz Unterstützung von Väterchen Frost nicht so recht klappen.



Regenwahrscheinlichkeit:
