Zweite wurde Martina Behrens aus Varrel vor den Drittplatzierten Nina Morgenroth und Dean Collins aus Bremerhaven. In der Finalrunde des Wettbewerbs treten die drei Sieger jetzt in einer Internetabstimmung gegeneinander an.
Viele Fans der Kandidaten
Fast 300 Zuschauer zog es Freitagabend in die Gutsscheune. Darunter natürlich viele Fans der Kandidaten, schließlich hatte das Publikum auch mitzubestimmen. Die Jury bestand ansonsten aus Sängerin Steff Heinken, Tonstudio-Besitzer Marten Ulrich, den auf Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt Oliver Heinz, Thomas Reckeweg von der gleichnamigen Musikschule in Varrel und natürlich Helmut Frank vom Verein A Heart for Stuhr, der den Wettbewerb organisiert. "Aus den 26 Einsendungen hat die Jury neun Titel ausgesucht, die hier heute live präsentiert werden", verkündete Helmut Frank, der die Veranstaltung auch moderierte, zu Beginn des Abends.
Und Frank versprach, dass sich die Zuschauer auf viel musikalische Qualität freuen können. Damit hatte er nicht übertrieben, denn wer im Vorfeld vermutet hatte, peinliche Auftritte im Stil des Castings von "Deutschland sucht den Superstar" präsentiert zu bekommen, lag falsch. Bei allen Künstlern hatte man den Eindruck, dass sie mit viel musikalischem Können an die Sache herangegangen waren. Franks Bremerhavener Herkunft machte sich auch bemerkbar, denn eine ganze Reihe der Teilnehmer war aus der Bremer Schwesterstadt und umzu angereist.
Zusammenarbeit kam über Facebook zustande
Mit Erfolg, wie sich besonders bei Nina Morgenroth und Dean Collins herausstellte. "Nina hat über Facebook nach einer Melodie für ihren Text gesucht", erklärte Dean Collins, wie die Zusammenarbeit zustande kam. Mit ihrem Song "Auf ne ganz besondere Weise" riss vor allem Nina Morgenroth mit ihrer starken Stimme das Publikum sofort mit. Auch der Refrain bestach durch eine hohen Wiedererkennungswert: "Gemeinsam sind wir Stuhr, egal woher wir stammen. Gemeinsam sind wir Stuhr und halten fest zusammen."
Aus ihrer Verehrung für die Gemeinde Stuhr machte auch Martina Behrens keinen Hehl. "Die Oase" lautete der selbstkomponierte Titel der Varrelerin, der ebenfalls gut ins Ohr ging. "Stuhr ist nicht stur. Stuhr ist Herz und Leidenschaft pur", sang sie und hatte von Anfang an eine große Fangemeinde auf ihrer Seite. "Das Lied trifft den Nerv", zeigten sich Ralph Bischoff und René Köhne begeistert. Wie viele andere Fans von Martina Behrens waren sie mit Plakaten und Fähnchen in die Gutsscheune gekommen. "Wir unterstützen Martina, weil sie einen eigenen Song hat und so mutig ist, hier aufzutreten", sagten sie. Den Song kannten sie bereits vorher, aber ihn live zu hören, begeisterte sie noch mehr.
Damit stand er nicht alleine da. "Ich bin beeindruckt. Ihr habt das wirklich professionell gemacht", lobte Jury-Mitglied Steff Heinken die Band nach der Präsentation ihres Songs "Gemeinsam sind wir Stuhr". Den Kabelsalat-Gitarristen Tammo Reckeweg wollte sie sich am liebsten gleich für ihre eigene Band ausleihen. Von Oliver Heinz kam ebenfalls nur Positives: "Da müssen wir uns um die Zukunft der deutschen Popmusik keine Sorgen machen."
Neue Favoriten
Die Jury gab zu, sich gegenüber Vorlieben aus der Vorrunde noch einmal umentschieden zu haben. "Ich hatte schon einen Favoriten, aber ich werde noch mal in mich gehen", sagte Steff Heinken, nachdem sie alle Beiträge gehört hatte. Bewertet wurde nach einem ausgeklügelten System. Die Jurymitglieder hatten jeweils eine Stimme - außer, sie waren befangen. Thomas Reckeweg, Mentor von Kabelsalat, durfte zum Beispiel nicht für die Schülerband abstimmen. Jeder Zuschauer bestimmte zudem seine drei Favoriten. Das Ergebnis des Publikums floss als eine weitere Stimme in die Entscheidung mit ein. "Wir sind total überrascht", freuten sich die sieben Mitglieder von Kabelsalat schließlich über ihren Sieg.
Die drei Gewinner müssen jetzt weiter zittern. Ab Mittwoch, 1. Juni, sind ihre Titel im Internet auf www.aheartforstuhr.de zu hören. Dort kann jeder Seitenbesucher bis zum 20. Juni abstimmen, welcher Titel ihm am besten gefällt. Jeder darf nur eine Stimme abgeben. Wer am meisten Stimmen bekommen hat, wird erst auf dem vierten Stuhrer Sommerfestival am letzten Augustwochenende auf Gut Varrel verraten. Dann darf der Gewinner seinen Song für Stuhr erneut live präsentieren.



Regenwahrscheinlichkeit: