Herr Müller, wie geht es Ihnen?
Gut. Ich bin zufrieden.
Wie läuft es mit Ihrem neuen Amt?
Ich denke, ich habe mich recht gut eingearbeitet. Aber man lernt nicht alles in drei Monaten. Ich kann mich jedoch auf Ernst-August Seeger verlassen. Er steht mir jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung.
Macht der Job Ihnen Spaß?
Ja, er macht mir Freude, und die Arbeit ist interessant. Die Gemeinde zu verwalten und die Zusammenarbeit mit Tarmstedt ist mehr als das, was ich früher als Stellvertreter gemacht habe.
Wurden Sie mit unerwarteten Problemen konfrontiert?
Bisher nicht.
Sie hatten vor Amtsantritt angekündigt, auf Teamarbeit setzen zu wollen. Klappt es so, wie Sie es sich vorstellten?
Ja, die Zusammenarbeit mit meinen Stellvertretern funktioniert sehr gut. Als das Gemeindebüro, das heißt die Akten und und die meisten Büromöbel, die bei Ernst-August Seeger standen, umzog, haben alle mitgeholfen, die Stellvertreter und auch Ratsleute. Seeger hatte obendrein alles gut vorbereitet.
Was war Ihre erste Amtshandlung?
Das war beim Richtfest für die Vorwerker Feuerwehrbox. Ich gewöhne mich langsam an das Repräsentieren und an öffentliche Termine. Im Notfall springen Dieter Laß oder meine Stellvertreter ein. Öffentliche Termine tagsüber wahrzunehmen kann ich mir ja nicht immer einrichten.
Was hat sich privat geändert, seitdem Sie Bürgermeister sind?
Eigentlich nicht viel. Ich bin öfter mal abends unterwegs. Aber meine Familie hat dafür Verständnis. Der Tagesablauf hat sich dahingehend verändert, dass ich mich nach Feierabend ins Büro setze, die Post bearbeite und tagsüber Telefonate führe. Und ich versuche, einmal in der Woche, zur Samtgemeinde-Verwaltung zu fahren.
Ende Februar findet Vorwerks erste öffentliche Ratssitzung nach der Wahl statt. Da gibt es sicherlich im Vorfeld viel zu erledigen.
Ja, das stimmt. Aber auch die Vorbereitungen gehen wir als Team an. Dazu gehört, dass ich mit meinen Stellvertretern über Vorwerks Haushalt mit der Kämmerin der Samtgemeinde gesprochen habe. Und wir überlegten, welche Themen anstehen und auf die Tagesordnung sollen. Und dann müssen auch Einladungen geschrieben werden und einiges mehr. Es ist ja alles Neuland für uns.
Was steht in der nächsten Zeit an in Vorwerk, Dipshorn und Buchholz?
In Vorwerk soll im Frühjahr die neue Feuerwehrbox fertig sein, dann gehen auch die Ausschreibungen für den Anbau der Buchholzer Feuerwehr raus. In Dipshorn liegt momentan nichts an.
Es gibt Überlegungen, die Beleuchtung in der Gemeinde Vorwerk auf LED umzustellen. Wie weit sind sie gediehen?
Wir fangen jetzt an, darüber zu diskutieren. Der Punkt steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Allerdings haben wir für das Vorwerker Feuerwehrhaus viel Geld ausgegeben, die Buchholzer Feuerwehrbox gibt es auch nicht umsonst. Die LED-Umstellung für die drei Ortschaften dürfte mindestens 30000 Euro kosten. Das ist ein Batzen Geld. Das muss gut überlegt sein. Wenn wir auf LED umstellen, dann erst im nächsten Jahr.
Wie sieht es überhaupt aus mit den Finanzen der Gemeinde?
Wir sind gut aufgestellt. Die Lage ist im Moment erfreulich, da sich die Steuereinnahmen wie in anderen Kommunen positiv entwickeln. Deshalb sieht es besser aus, als wir noch vor Jahren prognostizierten. Die Gerätehäuser der beiden Feuerwehren finanzieren wir aus unserer Rücklage. Man sollte allerdings nicht nur von den Rücklagen zehren, sondern auch versuchen, sie wieder aufzubauen.
Vorwerks nächste Ratssitzung findet am Donnerstag, 23. Februar, ab 20 Uhr im Dipshorner Dorfgemeinschaftshaus statt. Themen sind der Haushalt, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und auch die Friedhofssatzung. Bürger können zu Beginn der Sitzung Fragen stellen.



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