| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Auch die Konkurrenz spielte gestern für die Bremer: Da die Schützlinge von Trainer Cristian Tamas in zwei Wochen im Viertelfinale des ETTU-Cups auf TTSC DESP Horizont 2012 aus Jekaterinburg treffen, dürfen sie nach Reglement erneut in eigener Halle auflaufen. Die Russen schlugen den polnischen Vertreter Bogoria Grodzisk mit 3:0.
"Ich hab? gewusst, dass die Tschechen auch schon seit 25 Jahren Tischtennis spielen", kommentierte Adrian Crisan seine beiden Nerven aufreibenden Auftritte gegen die Nummer 193 der Weltrangliste, Lubomir Jancarik, und gegen den in der Liste gar nicht geführten Miroslav Horejsi. Zur Überraschung der Gastgeber lief der vermeintlich stärkste Akteur des Teams aus dem Prager Stadtteil Vrsovice, Michal Bardon (147), als Drittgesetzter auf. Er gewann zwar gegen den nervös beginnenden Adrian Dodean ziemlich sicher mit 3:1, kam damit aber für kein weiteres Einzel in Frage.
An Nummer eins hatten die Tschechen unerwartet Miroslav Horejsi gesetzt. Der Ex-Werderaner Lennart Wehking versorgte die Bremer über den ehemaligen deutschen Zweitliga-Spieler kurzfristig noch mit einigen Informationen. Das allein reichte jedoch nicht, um den ein bisschen hektisch agierenden Horejsi mal eben im Schongang aus dem Weg zu räumen. Der erneut überzeugend auftrumpfende Jens Lundqvist hielt den spielerisch und taktisch klar unterlegenen Tschechen am Ende zwar deutlich auf Distanz, leistete sich zwischendurch allerdings auch einen schweren Hänger, als er den zweiten Satz nach 2:0-Führung mit 2:11 abgab.
Crisan macht es spannend
So souverän der Schwede gestern auftrat, so zittrig agierte Crisan. "Wir hatten zwei kritische Phasen", merkte Teamchef Sascha Greber an - beide Male wackelte der Rumäne, um danach aber umso fester zu stehen. Gegen Jancarik hieß es nach 1:1 Sätzen im dritten Durchgang 9:9, gegen Horejsi musste der Werderaner nach verlorenem ersten Satz im zweiten einen und im dritten Durchgang gar vier Satzbälle abwehren, ehe er endlich zur Topform fand und den mit vollem Risiko seine Chance suchenden Tschechen besiegte.






