| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Der eine Zähler war jedoch zu wenig, um die Heimreise mit einer positiven Stimmung anzutreten. "Das Pech hat sich festgesetzt", meinte Trainer Christian Tamas enttäuscht. Seine Mannschaft war dem Gegner nicht etwa deutlich unterlegen. Ihr fehlt zurzeit die mentale Stärke, um enge Spiel für sich zu entscheiden.
Was auch gut zu erkennen war im letzten Duell. Es stand 1:1, als der gestern an eins gesetzte Jens Lundquist im dritten Satz mit 11:10 führte, also Satzball hatte und doch verlor. "Er ist in guter Form, bringt die Spiele aber nicht nach Hause", sagt Tamas. Klar, dass Lundquist auch den entscheidenden vierten Satz nur knapp mit 9:11 verlor. "In der guten Phase der Hinrunde haben wir diese Spiele noch gewonnen", war sich Christian Tamas sicher. Er vermutet, dass die unendlich lange und unglücklich verlorene Partie in Grenzau ein Knackpunkt war für sein Team. Unter dem ersten Spiel des Jahres hat die Psyche seiner Mannschaft gelitten. "Kämpferisch haben wir heute dagegen sehr stark gespielt, die Mannschaft hat alles gegeben", so Tamas. Das galt auch für die Leistung von Adrian Crisan beim einzigen Punktgewinn. Zunächst hatte es noch danach ausgesehen, als ob der verlässlichste Spieler der Hinrunde auch nervös war. Crisan, zuvor zwei Mal in Folge sieglos, verlor die beiden ersten Sätze, fing sich dann aber und spielte "wie ausgewechselt" (Tamas).
Viel hatte nicht gefehlt und Adrian Dodean hätte den ersten Punkt bereits im ersten Duell des Tages geholt. Nach einem Satzball hatte der Ersatz von Hielscher (Schulterreizung) den ersten Durchgang gegen Bojan Tokic noch verloren. Die folgenden Sätze waren dagegen an den Bremer gegangen. Im vierten Durchgang war Dodean beim Stand von 9:9 auf einem sehr guten Weg, verlor diesen aber ebenso wie den fünften und letzten. "Sein Spiel war heute trotzdem ein Pluspunkt", lobte Christian Tamas.
Auch der erste Auftritt von Jens Lundquist war nur auf dem Papier deutlich zugunsten des Gegners verlaufen. Im vierten und letzten Durchgang lag der Schwede noch bis zum 8:8 mehrfach in Führung, ehe Bastian Steger im richtigen Moment die Initiative ergriff und davon zog. "Gefühlt lief jeder enge Satz gegen uns", meinte Tamas entnervt. Seine Aufgabe besteht nun darin, das Team aufzurichten. Was kein Problem sein sollte angesichts der Leistungen. "Wenn wir so engagiert weiter machen, bin ich sicher, dass wir am Sonntag gewinnen", betonte der Trainer.
Immerhin: Nachdem Werder nun gegen den Tabellenführer Düsseldorf und dessen Verfolger Saarbrücken angetreten ist, geht es am kommenden Spieltag mal wieder gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Die TG 1837 Hanau reist als Tabellenachter an. Auch wenn die angestrebte Play-Off-Zone nun ein Stück entfernt ist - vor Gegnern dieses Kalibers muss Werder sich nicht fürchten.






