Sportveranstaltung in Bremen

 - 02.06.2011

Special Olympics werden regionale Spiele

Von Marcus Schuster
Bremen. "In jedem von uns steckt ein Held“ – unter diesem Motto finden vom 5. bis 7. Oktober in Bremen wieder die „Special Olympics“ statt, der Olympiade von Menschen mit geistiger Behinderung – dieses Mal als regionale Spiele. Fast 800 Teilnehmer hätten sich bereits angemeldet, sagte Projektleiter Christian von Berg am Dienstag bei der Pressekonferenz. Ab jetzt gehe es in die Detailplanungen. Unter den Angemeldeten seien neben Menschen aus der Region Bremen/Niedersachsen auch Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und sogar Bayern.
14.-19. Juni 2010: Die Special Olympics Deutschland in Bremen liegen auf Rekordniveau: 4550 Sportler kämpfen in der Hansestadt um 4860 Medaillen.
Die Special Olympics Deutschland in Bremen lagen im Sommer 2010 auf Rekordniveau: 4550 Sportler kämpfen in der Hansestadt um 4860 Medaillen.

Weitere regionale Spiele werden in diesem Jahr in Wolfsburg, Berlin, Riesa, Ansbach und Bitburg-Prüm (Eifel) abgehalten. Bremen ist im Oktober die letzte Station des Jahres. Im Sommer 2010 war die Hansestadt bereits Ausrichter der Hauptspiele der „Special Olympics“, die 2012 in München stattfinden. „Wir haben noch bleibende Erinnerungen an vergangenes Jahr“, sagte Innensenator Ulrich Mäurer. Der „Special Olympics“- Vorsitzende, Hans-Jürgen Schulke, der auch Präsident des Organisationskomitees für München ist, dankte Mäurer. Die Unterstützung Bremens, etwa durch kostenlose Hallennutzung, „entlastet uns um rund 23.000 Euro. Das ist ein kräftiger Schluck, der uns vor allem ermöglicht, die Schwimmwettbewerbe im Uni-Bad und die Eröffnungsfeier in Halle 7 auf der Messe auszurichten“. Darüber hinaus habe das unkomplizierte Entgegenkommen der Universität die Vorbereitungen erleichtert.

Die „Helden und Heldinnen der Spiele“ in Bremen – ungefähr zu einem Viertel weiblich und zu drei Viertel männlich – messen sich im Oktober wieder in allen möglichen Sportarten: Am beliebtesten sind natürlich Fußball und Leichtathletik, gefolgt von Schwimmen, Tischtennis, Radsport und sogenannten Aufbausportarten wie Boccia, Reiten und Basketball. Alle Wettbewerbe sind Anerkennungswettbewerbe für die Hauptspiele in München, die dort in knapp einem Jahr beginnen werden – in den olympischen Stätten von 1972, wie Schulke sagte. Das verbreite auch einen gewissen Gedanken für 2018, das Jahr für das sich München für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 bewirbt. „Die Bremer dürfen selbstbewusst sagen: Wir haben den ein oder anderen Punkt gesetzt“, so Schulke im Hinblick auf das Ziel aller, „einer selbstverständlichen Gemeinsamkeit der jeweiligen Zuschauer vor Ort mit den Athleten“.

Schirmherrin Gunilla Hollweg zeigte sich erfreut, dass in Bremen regional das fortgesetzt werden kann, was letztes Jahr bei den „National Games“ seinen bisherigen Höhepunkt fand. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass die begonnene Arbeit der sportlichen Aktivierung von Menschen mit geistiger Behinderung in Bremen fortgeführt wird“, sagte Hollweg.

Freiwillige Helfer aus Bremer Schulen und Mitarbeiter der Förderer der „Special Olympics“ helfen aktiv bei den Vorbereitungen und der Durchführung eines Events, das übrigens vom „Internationalen Olympischen Komitee“ autorisiert ist. „Es sind die Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung“, so Hans-Jürgen Schulke, „daher sollten die Teilnehmer auch offiziell als Olympioniken gewürdigt werden“.

Der Anmeldeschluss für Bremen ist für kurz Entschlossene noch bis zum Ende der Himmelfahrtswoche möglich, teilte Christian von Berg mit. Neben den offiziellen Wettbewerben gibt es Spiel- und Mitmachangebote für jedermann. Der Besuch der Wettbewerbe auf dem Universitätsgelände ist für Zuschauer übrigens wieder kostenlos. Die Eröffnungsfeier steigt in Halle 7 der Bremen Arena, die Abschlussfeier in der Universitätssporthalle.

„Jeder Bremer soll vom 5. bis 7. Oktober aufs Uni-Gelände kommen!“, befand die Runde – und die Athleten kräftig anfeuern.






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