| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Wie bitter diese Niederlage vor 650 Zuschauern für seine Mannschaft war, daran ließ Trainer Cristian Tamas keinen Zweifel. "Wir hatten es in unserer Hand. Wir sind leicht favorisiert in das Spiel gegangen. Oben dann drei Punkte abzugeben. dafür gibt es keine Entschuldigung." Moderater drückte es dagegen schon Teammanager Sascha Greber aus und nahm dabei vornehmlich Werders Nummer eins, Adrian Crisan, in Schutz. "Es ist einfach nur schade, dass er heute nur einen Bruchteil seines Leistungsvermögens zeigen konnte. Kämpferisch ist ihm da überhaupt kein Vorwurf zu machen. Aber man hat gemerkt, dass er von Anfang an einfach nicht ins Spiel kam. Er ist nun einmal jemand, bei dem sich viel im Kopf abspielt, und da haben ihm die Gedanken über seine eigentlich überwundene Verletzung offenbar große Probleme bereitet."
Crisan noch unter der Woche mit Rückenproblemen
Unter der Woche schlug sich Crisan mit einer Blockade im Rücken herum, war am Sonnabend jedoch schmerzfrei und zeigte im Abschlusstraining eine starke Leistung. Gegen den erwartet starken Aufsteiger Frickenhausen fand er jedoch einfach nicht ins Spiel. Gerade beim eminent wichtigen Aufschlag-Rückschlag klappte wenig und auch beim eigenen Aufschlag gab es Probleme. Darunter litt zwangsläufig das Selbstvertrauen, und so fand der 31-jährige Rumäne sowohl gegen Jacub Kosowski als auch gegen Kenji Matsudaira kein geeignetes Mittel.
Nervenstarker Jens Lundqvist
Neuzugang Sharath Kamal Achanta verpaste einen Punktgewinn nur knapp. Der Inder bot über weite Strecken ein ordentliches Spiel, haderte aber mit seinen eigenen Aufschlägen, wurde bereits im ersten Satz gegen Matsudaira verwarnt und musste notgedrungen umstellen, was sich schon als Knackpunkt seiner knappen 2:3-Niederlage herausstellen sollte. Einzig Jens Lundquist bewies am Sonntag Nervenstärke. Denn auch der 32-jährige Schwede hatte Probleme, fand aber doch noch ins Spiel und setzte sich zweimal hauchdünn mit 12:10 durch. Wiedergutmachung ist folglich am kommenden Freitag angesagt. Denn da steht um 19 Uhr bereits ads zweite Heimspiel gegen den TTC Grenzau an. Für Christian Tamas ist die Zielvorgabe klar: "Das Gute daran ist, dass wir gar nicht lange über diese Niederlage nachdenken müssen, sondern uns schnell wieder bei unseren Zuschauern rehabilitieren können."
Ergebnisse: Werder Bremen - TTC Frickenhausen 1:3
Adrian Crisan - Jacub Kosowski 1:3 (8:11; 11:8; 7:11; 9:11)
Sharath Kamal Achanta - Kenji Matsudaira 2:3 (7:11; 11:8; 11:4; 9:11; 8:11)
Jens Lundquist - Torben Wosik 3:1 (11:1; 8:11; 12:10; 12:10)
Adrian Crisan - Kenji Matsudaira 1:3 (6:11; 7:11; 11:3; 2:11)






