| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Weil Werder zudem nationale und internationale Pokalerfolge gelungen waren in den vergangenen Wochen, durfte sich Teammanager Sascha Greber über einen "großen Sprung" freuen. Man habe mit dem Rücken zur Wand gestanden und sich nun am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Eine Garantie auf eine bessere Zukunft sei mit den guten Resultaten der vergangenen Tage allerdings nicht verbunden, meinte Greber. Deshalb müsse die Mannschaft auf der Hut sein.
Schwierige Situation
Am besten, das stand nach dem aufregenden Duell mit Ochsenhausen fest, ruft Werders Team die gestrige Leistung einfach regelmäßig ab - dann dürften noch einige Punkte in den kommenden Wochen dazukommen. "Wir haben eine der besten Leistungen der vergangenen Jahre abgeliefert, obwohl wir in einer schwierigen Situation waren", so Greber. Er machte genau "drei Matchwinner" aus in seiner Mannschaft, denn jeder trug mit jeweils einem Punkt zum Erfolg bei.
Den Anfang hatte Adrian Crisan besorgt mit einem 3:2-Sieg gegen Andrej Gacina. Der zuletzt nicht immer glückliche Bremer lag bereits mit 1:2 nach Sätzen zurück, ehe er sich dann doch noch souverän durchsetzte. Wichtig war Crisans Sieg vor allen deshalb, da man sich bei Werder auf schwere Spiele gegen Tiago Apolonia eingestellt hatte. Um so höher war später zu bewerten, wie gut sich Jens Lundqvist in der zweiten Paarung gegen den stärksten Ochsenhauser Spieler hielt. "Jens hatte eine realistische Siegchance", meinte Greber völlig zu Recht. Bei 2:1-Satzführung lag Lundqvist im vierten Satz mit 4:0 in Führung, erst dann kam Apolonia ins Spiel zurück. "Er hat gerade noch die Kurve gekriegt", so Greber nach einem rassigen Spiel mit vielen langen Ballwechseln.
Die Halle, gut gefüllt mit rund 450 Zuschauern, war längst da zu diesem Zeitpunkt, und das sollte sich beim dritten Duell an diesem Tag auszeichnen. Denn selten hat man Sherath Achanta so motiviert zu Werke gehen sehen wie in seinem Spiel gegen Kirill Skachkov. Hatte der Neuzugang die letzte Auseinandersetzung mit dem Ochsenhauser noch glatt mit 1:3 verloren, reichte es gestern zu einem souveränen Sieg. Und hätte Adrian Crisan den guten Start in seinem Duell mit Apolonia fortsetzen können, wäre Werder sogar mit einem 3:1-Erfolg aus der Halle gegangen. Bereits mit 8:4 führte Crisan im zweiten Satz und doch brachte er ihn nicht nach Hause. Also musste auch Jens Lundqvist ein zweites Mal ran. Er zog seinem Gegner im dritten Satz endgültig den Zahn, als er "fast jeden Ball getroffen" hatte, wie Greber später anerkennend meinte. "Der Heimvorteil und unbedingter Siegeswille", hatten nach Ansicht des Teammanagers eine Partie entschieden, die aufgrund ihres Niveaus "eigentlich keinen Sieger verdient" hatte.






