| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Adrian Crisan war gestern der überragende Mann. "Er findet wieder die nötige Ruhe, um sein Spiel zu gestalten", lobte Greber den Rumänen, der im Auftakteinzel den Chinesen Li Yang kontrollierte und sich auch vom guten Aufschlag des Asiaten nicht beeindrucken ließ. Dass Crisan als nominelle Nummer zwei auch den Schlusspunkt setzen sollte, rundete einerseits seinen überzeugenden Auftritt ab; andererseits war es aber auch dem schwachen Auftritt von Jens Lundqvist geschuldet.
Der Schwede hatte vor Kurzem im Länderspiel Steffen Mengel mit 3:2 besiegt, ließ sich nun aber im Punktspiel von den fast schon aufreizend langen Konzentrationsphasen des Hanauers aus dem Konzept bringen. "Mengels Spielweise grenzt an Rhythmusunterbrechung des Gegners", sagte Greber, sprach aber von einem verdienten Sieg des deutschen Nationalspielers. "Vielleicht ist Jens derzeit auch ein bisschen müde von seinen vielen Einsätzen", mutmaßte Greber. Das 2:3 war jedenfalls Gift für Lundqvist, denn beim 1:3 gegen Li fand er nie zu gewohnter Form.
Achanta überzeugt mit 3:0-Erfolg
Nur gut, dass Werder mit Kamal Achanta einen weiteren Mann hat, auf den Verlass ist. Der Inder verfügt seit gestern als einziger Bremer über ein positives Spielverhältnis (4:3). Wichtiger für die Mannschaft war jedoch, dass er mit dem glatten 3:0 über Nationalspieler Ruwen Filus die Gäste erneut in Führung brachte. "Taktisch eine Klassevorstellung von Kamal", sagte Greber. Mit der Mischung aus druckvollen Rückschlägen und kurzen Bällen hebelte der immer selbstbewusster auftrumpfende Achanta die Abwehr seines Gegners förmlich aus. Nach Lundqvists zweiter Niederlage lastete die ganze Verantwortung dann auf den Schultern von Adrian Crisan. Nachdem er die letzten beiden Vergleiche mit Mengel noch verloren hatte, konnte er diesmal dank seiner Klasse und Routine den Spieß zum entscheidenden 3:2 umdrehen.






