Handball-Länderspiel in Bremen

 - 07.01.2012

DHB-Team tankt gegen Ungarn Selbstvertrauen

Bremen. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft scheint für die EM in Serbien gerüstet. Acht Tage vor dem Turnierstart gelang dem Team ein überzeugendes 36:33 (18:16) gegen den WM-Siebten Ungarn und es bescherte Bundestrainer Martin Heuberger im vierten Anlauf den ersten Sieg.
Rückraumspieler Pascal Hens setzt sich im Spiel gegen Ungarn durch.
Rückraumspieler Pascal Hens setzt sich im Spiel gegen Ungarn durch.

Vor 8.197 Zuschauern in Bremen war Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen mit zwölf Toren bester Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Bei den Ungarn zeigte sich der Flensburger Bundesligaprofi Tamas Mocsai (acht Tore) am treffsichersten.

"Wir sind natürlich froh, jetzt endlich einmal gewonnen zu haben. Das zehrt schon an den Nerven, wenn der Erfolg ausbleibt. Es war eine klare Steigerung gegenüber dem Supercup, die Mannschaft hat sich selbst wieder stabilisiert", erklärte Bundestrainer Heuberger zufrieden. Kapitän Pascal Hens sagte: "Wir waren heute besser als beim Supercup, müssen aber die Zeit bis zur EM nutzen, uns weiter einzuspielen. Wichtig war, dass wir jetzt mal gesiegt haben. Das ist ein schönes Gefühl."

Am Sonntag (16.15 Uhr) tritt die Auswahl des Deutschen Handballbundes in Magdeburg zu ihrem abschließenden EM-Test an. Der Gegner heißt erneut Ungarn. Im zweiten Duell mit den Osteuropäern soll weiteres Selbstvertrauen gesammelt werden. Am Samstag zeigte sich die DHB-Mannschaft im Vergleich zum ernüchternd verlaufenen Supercup im vergangenen November jedenfalls deutlich verbessert. Zwtl: Heubergers Trainingsarbeit trägt erste Früchte

Heuberger hatte seine Spieler zuletzt in zwei Trainingslagern in der südbadischen Sportschule Steinbach und im niedersächsischen Barsinghausen zusammengezogen. Die intensive Arbeit zahlte sich gegen die Ungarn aus. Besonders im Angriff präsentierte man sich variantenreich und konsequent im Abschluss. In der Defensive gilt es bis zum EM-Auftakt am 15. Januar in Nis gegen Tschechien allerdings noch einige Schwächen zu beseitigen.

Neben Gensheimer überzeugt auch Groetzki

So gestaltete sich die Anfangsphase gegen die Ungarn zwar ausgeglichen, bis zur zehnten Minute war der Konkurrent um eines der beiden verbliebenen Tickets für die drei olympischen Qualifikationsturniere im kommenden April allerdings auf drei Tore davongezogen. Doch die Deutschen ließen sich von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und hielten angeführt von Mannschaftskapitän Pascal Hens entschlossen dagegen.

Mit xx Toren bester deutscher Werfer: Linksaußen Uwe Gensheimer.
Mit zwölf Toren bester deutscher Werfer gegen Ungarn: Linksaußen Uwe Gensheimer.

Nach dem Ausgleich zum 8:8 (15. Minute) arbeitete man sich noch vor der Pause selbst einen zwischenzeitlichen Vorsprung von drei Treffern heraus. Auch im zweiten Abschnitt wähnte sich die deutsche Mannschaft nicht wie zuletzt so oft in Sicherheit und ließ nicht nach. In der 42. Minute lag man mit acht Toren in Führung. Gerade in dieser Phase wussten besonders Außen Gensheimer sowie dessen Löwen-Kollege Patrick Groetzki als Antreiber und sichere Schützen zu glänzen.

Heuberger wechselte insgesamt zwar deutlich weniger als beim Supercup, gab aber dennoch fast jedem Feldspieler die Chance, sich vor der EM noch einmal zu präsentieren. So wechselten sich Michael Haaß und Martin Strobel auf der Spielmacherposition ab. Im Tor begann Silvio Heinevetter, er wurde im zweiten Durchgang vom starken Carsten Lichtlein abgelöst.

Im Vorprogramm des Länderspiels hatte der A-Jugend-Bundesligist HC Bremen ein Freundschaftsspiel gegen eine Stadtauswahl aus Oldenburg mit 40:31 (22:15) gewonnen.

Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Gensheimer (12/6), Groetzki (7), Hens (6), Klein (3), Pfahl (2), Theuerkauf (2), Christophersen (1), Wiencek (1), Strobel (1), Haaß (1). (bb/dapd/sid)






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