| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Und da nun einmal das, was zusammengehört, nicht getrennt werden soll, verlängerten Werder und seine Nummer eins den in diesem Jahr auslaufenden Vertrag jetzt kurzerhand bis Mitte 2014. Dabei hatte der Rumäne ohnehin keinen Gedanken an einen Wechsel verschwendet. Bei Werder hat er mit seinem Landsmann Cristian Tamas einen Trainer, dem er absolut vertraut, und ein entwicklungsfähiges Team. "Ich fühle mich hier absolut wohl. Wir haben hier jetzt eine sehr gute Trainingsgruppe und steigern uns mit der Mannschaft von Jahr zu Jahr", sagt Crisan, wohl wissend, dass der Saisonstart für ihn alles andere als glücklich verlief.
In der Vorbereitung hatte die Nummer 34 der aktuellen Weltrangliste bei den China Open noch so geglänzt. Erst im siebten Satz musste er sich dort dem Weltranglisten-Neunten Jun Mizutani geschlagen geben. Gerade wieder in Bremen gelandet, setzte Crisan jedoch eine Rückenverletzung außer Gefecht. Keine große Sache, aber sie reichte, um ihn in den ersten beiden Spielen entscheidend zu stören.
Crisan muss mit einer negativen Bilanz klarkommen
"Da war dann erst einmal das Selbstvertrauen weg", sagt Adrian Crisan. Sich das unabdingbare Selbstbewusstsein wieder zu erspielen, war nicht leicht. In den vergangenen zehn Jahren gehörte er regelmäßig zu den Topspielern der Bundesliga. Persönliche Statistiken wie das 19:7 in seinem ersten Jahr für Werder belegen dies eindrucksvoll. Crisan: "Ich hatte immer eine positive Bilanz. Jetzt musste ich erstmals mit einer negativen klarkommen."
Diese Phase scheint mittlerweile überwunden zu sein. "Jetzt hat er seine alte Form wiedergefunden. Wenn man weiß, dass er mindestens immer für einen oder zwei Punkte gut ist, reißt das auch die ganze Mannschaft mit", sagt Teamchef Sascha Greber. "Ich fühle mich jetzt wieder sehr gut", betonte auch Crisan.
Beste Voraussichten also, um mit Werder in der Tabelle weiter nach oben zu klettern und das große Ziel, die "Play-offs", zu erreichen. Persönlich steht für Adrian Crisan im Sommer ein weiteres Highlight an, wenn er erneut bei den Olympischen Spielen startet. In Peking unterlag er 2008 dem deutschen Spitzenspieler Dimitrij Ovtcharov knapp mit 3:4 und verpasste damit das Achtelfinale. In London steht er zwar mittlerweile vor seiner vierten Olympia-Teilnahme, diesmal startet er aber erstmals als Werderaner.






