| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Bremen. Die Tischtennis-Damen des SV Werder Bremen müssen in der Rückrunde der Oberliga auf ihre Nummer eins Julia Maier verzichten. Die Spitzenspielerin absolviert nach abgeschlossenem Studium nun noch ein Auslandssemester in Brasilien und fällt deshalb für ein halbes Jahr aus. "Das ist schon eine Schwächung für uns", sagt Mannschaftsführerin Birte Grensemann. "Wir werden kämpfen müssen."
Kämpfen für eine gute Platzierung im Mittelfeld, die sich der Vorjahresdritte, der im vergangenen Frühjahr nur knapp an der Vizemeisterschaft und der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga vorbeigeschrammt war, auf die Fahnen geschrieben hat. Mit dem Abstieg sollte das Team indes auch ohne Maier (Hinrundenbilanz 11:8) nichts mehr zu tun bekommen.
Als neue Nummer eins führt Jugendspielerin Jennifer Bienert das Werder-Quartett an. Bienert hatte in der Hinrunde an Position zwei mit 14:7 eine beachtliche Einzelbilanz erzielt und war im Gesamtranking der Oberliga die achtbeste Spielerin. "Jennifer ist richtig gut drauf - sie wird auch an Eins eine gute Rolle spielen", glaubt Grensemann. Deutlich schwieriger wird es allerdings für Marija Curic (6:10-Bilanz an Drei), die sich nun im oberen Paarkreuz behaupten muss. Komplettiert wird das Bremer Aufgebot von Thao Ha (10:8) und Birte Grensemann (2:8), die im unteren Paarkreuz für wichtige Punkte sorgen sollen.
Beim Rückrundenstart am vergangenen Wochenende trat Werder erstmals unter diesen veränderten Vorzeichen an - und musste sich dem RSV Braunschweig an heimischen Tischen mit 3:8 beugen. Ein Resultat, das indes deutlicher klingt als es war. Werder verlor gleich drei enge Fünf-Satz-Begegnungen, "und das war schon ein bisschen ärgerlich", sagte Grensemann. Die Mannschaftsführerin selbst war gleich zweimal involviert. Zunächst im Doppel an der Seite von Bienert, wo das Werder-Duo einen 0:2-Satzrückstand erst egalisierte, dann aber doch verlor. Und auch in ihrem zweiten Einzel hatte Birte Grensemann knapp das Nachsehen. Noch enger verlief der Einzelauftritt von Curic, die sich der Braunschweigs Nummer eins Caroline Hajok im fünften Satz mit 9:11 beugen musste. "Insgesamt war mehr drin für uns", betonte Grensemann. Mehr drin als die drei Punkte, für die Jennifer Bienert (2) und Thao Ha verantwortlich zeichnete.
Apropos Ha: Die Bremer Nummer drei hatte am Vormittag an der Hochschule noch eine Prüfung absolviert und war dann direkt zum Spiel in die Halle gekommen. Am nächsten Sonnabend steht für sie eine weitere Prüfung an - und für Werder um 14 Uhr ein Auswärtsspiel in Wissingen. Weshalb Thao Ha für die Partie beim Schlusslicht nicht zur Verfügung stehen wird. Als Ersatz rückt entweder Josefa Gronholz oder Cornelia Sorgatz aus der zweiten Mannschaft nach, die in der FTTB-Liga spielt. Im zweiten Wochenendspiel am Sonntag um 11 Uhr in eigener Halle gegen Hannover 98 II tritt Werder dann wieder in bester Besetzung an.






