| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Mehr noch als der sechste Tabellenplatz, auf den Werder dank des erneuten Auswärtserfolgs kletterte, sorgt die Form der Mannschaft für Beruhigung. Nachdem sie sich im November gefangen hatte, holten die Bremer satte 10:4 Punkte. "Insofern haben wir in Grenzau unsere Erfolgsserie fortgesetzt", so Greber.
Viel fehlte nicht und seinem Team wäre dies mit einem 3:0-Sieg gelungen. Denn Constantin Cioti war im dritten Spiel des Tages nur knapp am dritten Punkt für die Bremer gescheitert. Gegen den ebenso unkonventionellen wie unangenehm spielenden Tomas Pavelka war Werders Shootingstar beherzt zur Sache gegangen und hatte mit 2:1 nach Sätzen geführt. Dann aber verlor Cioti zwei Mal mit 9:11 und verpasste doch die Entscheidung. Dabei hatte er im fünften Satz noch mit 6:4 vorn gelegen und auch beim Stand von 9:9 noch alle Chancen besessen. "Er kann nicht jedes Spiel gewinnen und hat zudem an die guten Leistung der letzten Wochen angeknüpft", fand Greber trotzdem zu einem positiven Fazit. Er hatte ja auch leicht reden nach dem letzten Duell des Tages.
In der vierten Paarung hatte Adrian Crisan seinem Gegner Zoltan Fejer-Konnerth nämlich keine Chance gelassen. Lediglich im engen ersten Satz und als er im vierten Durchgang nach 7:2-Führung den 7:7-Ausgleich hinnehmen musste, war der Bremer gefordert gewesen. Ansonsten trat Adrian Crisan so auf, wie man es seit Überwindung seiner Krise gewohnt ist: Souverän. Ein paar Stunden zuvor hatte es sogar eine Art Saisonhöhepunkt für die Bremer Nummer eins gegeben. Das Spiel gegen Hu Li zählte nämlich sicher zu den besten Bremer Matches der letzten Zeit. "Eine Gala-Vorstellung", beschrieb Greber den glatten Dreisatzerfolg gegen die Nummer 28 der Weltrangliste. Der hatte Crisan mit einer taktisch starken Leistung nach einem weitgehend ausgeglichenen ersten Satz den Zahn gezogen. Dass zwei Sätze mit 4:11 verloren gehen, erlebt man jedenfalls nicht oft in der Bundesliga.
Dem zweiten Duell zwischen Grenzau und Werder war eine Paarung vorausgegangen, mit deren positiven Ende man rechnen, es aber nicht unbedingt voraussetzen konnte. Zwar hatte Jens Lundqvist das letzte Spiel gegen Zoltan Fejer-Konnerth gewonnen. In den Vorjahren aber war er oft als Verlierer aus diesen Partien hervorgegangen. Dass der Gastgeber den ersten Satz mit 12:10 gewann, ließ zudem nicht unbedingt auf einen erneuten Erfolg des Schweden hoffen. "Doch er hat die Nerven behalten", lobte Greber den "verdienten und souveränen Sieg" zum Auftakt. Unterm Strich stand also ein ziemlich abgeklärter Auswärtssieg der aktuell richtig starken Bremer. Die Deutsche Tischtennismannschaft der letzten Jahre kommt also gerade zur rechten Zeit: Am Sonntag (15 Uhr) ist Düsseldorf zu Gast in Bremen.






