| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Nun hat es ihn doch erwischt: Zwar gelang dem BSC bei Schlusslicht Sportinsel Stuttgart ein 2:2-Unentschieden. Doch weil der Gegner 9:7 Sätze gewann, gingen zwei Punkte an die Stuttgarter, während die Bremer mit einem Zähler zufrieden sein mussten. "Diese beiden Sätze wären holbar gewesen", meinte Willi Eickworth. So richtig zufrieden war der Sportliche Leiter des BSC nicht mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Dabei gab es auch in Stuttgart Positives zu vermelden. Etwa den glatten 3:1-Erfolg (7:11, 11:9, 11:3, 11:7) von Tim Weber über Patrick Gässler. Der Bremer hielt dem Erfolgsdruck im letzten Spiel des Duells mit der SI Stuttgart stand, war allerdings auch klar favorisiert in die Partie gegangen. Deshalb, fand Eickworth später, sei "vielleicht auch ein Satz verloren gegangen" in dieser Paarung. Gleich zwei Sätze hatte Heiko Schwarzer abgeben müssen beim 3:2-Sieg (5:11, 9:11, 11:4, 11:8, 11:8) über Moritz Dahmen. Dabei war der Bremer gegen den ehemaligen Teamkollegen ebenfalls favorisiert angetreten. "Er hat sich überraschen lassen", fand Eickworth und bezeichnete die beiden Satzverluste denn auch als vermeidbar. Allerdings hatte man Schwarzer im zweiten Duell des Tages zugutehalten müssen, dass er nach einem reichlich misslungenen Auftakt angetreten war.
Glattes 0:3 im Auftaktspiel
Das erste Spiel zwischen Alexander Schuttkowski und dem Stuttgarter Ben Petzoldt war glatt mit 0:3 (1:11, 2:11, 6:11) verloren gegangen. Womöglich war der Bremer übermotiviert in das Duell mit dem anderen Youngster gegangen. Heraus kam jedenfalls eine ausgesprochen einseitige Partie, die Eickworth denn auch entsprechend kommentierte: "Das geht gar nicht."
Deutlich mehr Verständnis brachte der BSC-Macher schon für Anthony Graham auf. Der Vertreter von Cameron Pilkley (US-Turnier) hatte es mit Nicolas Müller zu tun bekommen, und der ist immerhin unter den Top 20 der Weltrangliste platziert. Da überraschte es fast schon ein bisschen, dass Graham bei der 1:3-Niederlage (5:11, 11:5, 5:11, 2:11) zumindest einen Satz gewann. "Damit hat er mehr herausgeholt als erwartet", meinte Eickworth.
Unterm Strich stand allerdings auch ein Zähler gegen eine Mannschaft, die deutlich besser spielte als ein Schlusslicht. Schließlich war den Stuttgartern erst am vergangenen Freitag ein Remis beim Spitzenreiter in Worms gelungen. "Derzeit spielen sie in ihrer Topbesetzung", so Eickworth. Die gute Form des Gegners tröstete über den verlorenen Punkt hinweg.
Zudem glänzte die zweite Mannschaft des BSC an ihrem Doppelspieltag. Nach 3:0-Erfolgen über den SC Diepholz und Hamburg 79 kletterte das Team an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Überraschend, wie Willi Eickworth bemerkte: "Das war eigentlich nie unsere Absicht."






