| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Schwachhausen. Es gibt Spiele, die vergisst man sein Leben lang nicht. Die Partie der Oberliga-Basketballerinnen von Bremen 1860 gegen den TV Falkenberg war so eine. 150 Zuschauer waren gekommen, um dem Spitzenspiel der beiden überragenden Mannschaften der Liga einen würdigen Rahmen zu verleihen. Das Team von 1860-Coach Jonathan Dauber, das seit über eineinhalb Jahren ungeschlagen war, wollte den letzten Schritt auf dem Weg zur nächsten Meisterschaft machen. Doch as Gipfeltreffen endete für die Gastgeberinnen in einem Debakel. Sage und schreibe mit 48:79 (19:41) ging der Spitzenreiter gegen den TV Falkenberg unter, verlor dadurch die Tabellenführung und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen.
Das sportliche Drehbuch dieses Abends ist schnell erzählt: Die Gäste waren bis in die Zehenspitzen motiviert und wollten die 60:68-Hinspielniederlage unbedingt vergessen machen. Angeführt von den beiden überragenden Spielerinnen Marina Berger-Karmelic (15 Punkte) und Olga Fibich (29) übernahmen die Gäste sofort das Kommando. "Das war einer dieser Tage, an denen nichts klappt. So etwas gehört im Sport dazu", sagte Dauber und stellte sich demonstrativ vor sein Team: "Ich bin so stolz auf das, was die Mannschaft die vergangenen eineinhalb Jahre geleistet hat. Jetzt werden wir eben mal wieder die Rolle des Jägers einnehmen." Dass das Falkenberger Debakel wohl dennoch eine ganze Zeit nachwirken wird, machte Dauber aber ebenfalls deutlich: "Ich würde dieses Spiel so gerne noch einmal spielen, aber so läuft das im Sport ja leider nicht?"
Bremen 1860: Bargmann (8), Bretzger, Dauber (12), Ellberg, Jessica Goll (3), Saskia Goll, Krüger, Kurkamp (4), Zeineddine (6), Zimmermann (6), Muzurovic (9)






