| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Die Verhandlungen darüber waren bereits weit gediehen, Europameister Serbien hatte bereits zugesagt - doch dem Bremer Volleyballverband fehlte schließlich die Unterstützung durch die Bremer Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Dort hatte der Volleyballverband im Dezember 2011 einen Antrag auf eine Fehlbedarfsfinanzierung gestellt. Der verantwortliche Ausschuss hatte zwar darüber konferiert, aber bis heute nicht endgültig entschieden. Der Bescheid sollte in den nächsten Tagen fallen, erklärte Jens-Jost Krüger von der Bremer Wirtschaftsförderungsgesellschaft.
Langes Warten
Zu spät in den Augen des Bremer Volleyballpräsidenten, um das Turnier professionell durchführen zu können. Zumal die angesprochenen Volleyball-Nationen mittlerweile auch abgesprungen sind. So wollte der mehrfache Weltmeister Russland nicht länger auf eine definitive Aussage warten und hat entschieden, sich nun in Italien auf Olympia vorzubereiten. Auch Europameister Serbien wird sich einen anderen Turnierort suchen müssen. Enttäuscht ist Lars Thiemann vor allem darüber, dass man so lange Zeit bei der zuständigen Behörde benötigt, um zu entscheiden, was gefördert werden soll. "Hätte ich von Beginn an gewusst, dass ich erst Ende Februar einen Bescheid bekomme, hätte ich gewusst, woran ich bin", erklärt Thiemann.
So sei man aber immer wieder von Woche zu Woche vertröstet worden. Eine Situation, die für den Veranstalter nicht länger tragbar war und die endgültige Turnierabsage zur Folge hatte. "Wir wären einfach in einer besseren Situation bei den Verhandlungen mit den Teams gewesen, wenn wir definitiv gewusst hätten, dass das Turnier auch stattfinden wird", betont der Bremer Volleyball-Präsident.
Ärgerlich ist die Absage auf jeden Fall für die Sportfans. Im Vorfeld von Olympia in London hätte das Bremer Nationen-Turnier mit Sicherheit attraktive Mannschaften zur Vorbereitung in die ÖVB-Arena locken können. "Es wäre ein sportliches Volleyball-Highlight geworden", glaubt Thiemann. "Die Bedingungen waren in diesem Sommer einfach ideal. Wir haben hier eine gute Chance verpasst."
Aufgeben will der Bremer Funktionär, der es in den vergangenen Jahren erstmals wieder geschafft hatte, internationale Volleyballbegegnungen in Bremen zu veranstalten, aber nicht. "Wir bleiben auf jeden Fall weiter dran", verspricht Lars Thiemann. "Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr noch mit einem Länderspiel."






