| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Ich war vor dem Spiel schon ein bisschen aufgeregt", gestand der 30-Jährige, der erstmals auf seinen bisherigen Stammverein stieß. TTF-Präsident Rainer Ihle gratulierte Adrian Crisan zu seinen beiden Erfolgen, war aber froh, dass der deutsche Vizemeister und diesjährige Champions-League-Finalist die Punkte im eigenen Lager behielt. Die Süddeutschen festigten ihren zweiten Platz, während Werder auf Rang sechs zurückfiel.
Adrian Crisan hatte alles dafür getan, dieses Abrutschen zu verhindern. Die Nummer eins der Gastgeber schraubte seine imponierende Erfolgsbilanz der letzten Wochen auf 7:0 und ließ in der Eröffnungspartie dem Ex-Werderaner Seiya Kishikawa keine Chance.
Später, als sein Team mit 1:2 in Rückstand lag, behielt der Rumäne auch gegen Tiago Apolonia die Nerven. Die beiden Topspieler ihrer Vereine boten zeitweise Weltklasse-Tischtennis, das die 250 Zuschauer mit Jubelschreien und viel Beifall belohnten. Noch wichtiger für Werder: Crisan ließ sich weder vom 0:5-Rückstand im ersten Satz noch vom 2:6 im zweiten aus der Ruhe bringen - beide Durchgänge gewann der Neubremer mit 11:9.
Im dritten Satz verlor Crisan zwar die Spannung, war aber im vierten wieder voll da. Hochkonzentriert setzte er den Portugiesen von Beginn an unter Druck und verwandelte gleich den ersten Matchball zum 11:6. In Siegerpose ließ er sich zu Recht von den Fans feiern, hatte er Werder mit dem 2:2-Ausgleich doch wieder ins Spiel zurück gebracht.
Mit Kishikawa und Marcos Freitas wartete allerdings eins der stärksten Liga-Doppel auf Jens Lundqvist und Adrian Dodean, die zwar einen Satz erkämpften, letztlich aber auf verlorenem Posten standen. "Das Schlüsselspiel hatten wir vorher schon verloren", sagte ein enttäuschter Trainer Cristian Tamas. Jens Lundqvist, zuletzt ebenfalls in Glanzform agierend, fand gegen den Linkshänder Freitas überhaupt nicht in die Partie und unterlag sang- und klanglos.
Adrian Dodean hatte zuvor gegen Apolonia zwar ordentlich gespielt, den Weltranglisten-32. jedoch nicht ernsthaft gefährden können. "Gegen diesen Gegner hätte für uns eben alles optimal laufen müssen", sagte Cristian Tamas. Auch am kommenden Freitag in der letzten Begegnung der Hinrunde beim Tabellennachbarn SV Plüderhausen muss Werder noch auf den verletzten Lars Hielscher verzichten.






