| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Wir geben uns noch nicht auf", sagte Cristian Tamas nach der Niederlage zwar. Aber auch Werders Trainer weiß, dass die Chancen auf das Erreichen des Halbfinals auf ein Minimum gesunken sind. Die Bremer dürfen in Frankreich kein Match verlieren und zudem nur drei Sätze abgeben, um sicher weiterzukommen. Angesichts der Stärke der Franzosen, bei denen mit Zoltan Fejer-Konnerth und Peter Franz zwei Deutsche glänzten, ein beinahe hoffnungsloses Unterfangen.
"Vielleicht waren wir einfach zu gierig"
"Vielleicht waren wir einfach zu gierig", sagte Cristian Tamas, dessen Spieler nach seiner Aussage so gut trainiert und sich fürs Spiel so viel vorgenommen hatten. Auf jeden Fall waren die Gastgeber für die in der Champions League gescheiterte Mannschaft aus Cergy ein willkommener Gegner. "Da merkt man, dass uns im Klubwettbewerb die internationale Erfahrung fehlt", meinte Tamas. Die Gäste dagegen wirkten locker - und waren erfolgreich.
Zur Ehrenrettung der Werderaner sei aber betont, dass sie keinesfalls um Klassen schlechter agierten als Cergy. Für Lars Hielscher, bei dem nach 14-wöchiger Verletzungspause gestern die fehlende Matchpraxis deutlich zu erkennen war, traf Chancenlosigkeit zu - Peter Franz schaltete nach Belieben und deklassierte den Bremer. Doch Adrian Crisan und Jens Lundqvist zwangen ihre Kontrahenten jeweils in den fünften Satz und hätten für ihr Team durchaus punkten können.
Fejer-Konnerth hatte einen Supertag erwischt
Crisans Gegner Fejer-Konnerth hatte einen Supertag erwischt und glänzte mit spektakulären Angriffs- und Rückschlägen. Er gewann den ersten Satz und schien Crisan im zweiten trotz 3:9-Rückstands noch in Bedrängnis zu bringen, als er scheinbar lustlos einfache Rückhandaufschläge spielte und er den Rumänen damit völlig aus dem Konzept brachte. Es sprach für Crisan, dass er nach dem 9:9 von Fejer-Konnerth den Durchgang doch noch für sich entschied.
Aber im fünften Satz ließ Crisan sich nach 4:0-Führung die Butter noch vom Brot nehmen. "Er war ein bisschen zu nervös", fand Cristian Tamas. Derweil verlangte Jens Lundqvist in einem atemberaubenden Duell dem langen und mit entsprechender Reichweite versehenen Franzosen Adrien Mattenet alles ab. Eine Fehlangabe im fünften Satz beim Stand von 7:7 leitete dann das bittere Ende für den Schweden ein - Mattenet vollendete locker zum 11:7.






