| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Mit Jens Lundqvist hat nur noch ein Werderaner seinen Lebensmittelpunkt nicht in Bremen; Adrian Crisan sowie die beiden Neuzugänge Sharath Kamal Achanta und Constantin Cioti wohnen inzwischen in der Hansestadt.
Von derartigen Bedingungen hatten Greber und Tamas immer geträumt, lange hatten sie an der Umsetzung der Pläne gearbeitet: eine Halle, eine eigene hochkarätige Trainingsgruppe und eine Mannschaft, mit der sich die obere Hälfte der Bundesliga-Tabelle ins Visier nehmen lässt. Gestern ist Werder in seine dritte Vorbereitungswoche gegangen, und Cristian Tamas ist mit dem derzeitigen Stand sehr zufrieden. "Die Spieler sind mit guter Fitness aus dem Urlaub zurückgekommen", sagt der Trainer und lobt die professionelle Einstellung seiner Schützlinge. Nach Kraft- und Konditionseinheiten sind die Werderaner inzwischen ins gezielte Tischtennisprogramm eingestiegen. Allmählich geht es an den Feinschliff für die am 4. September um 15 Uhr mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger TTC Frickenhausen beginnende Saison. Am Freitag darauf erwartet Werder um 19 Uhr den TTC Grenzau. "Zwei machbare Gegner", meint Sascha Greber.
In den vergangenen Spielzeiten mussten die Bremer meist einem Fehlstart hinterherlaufen. Jetzt hoffen sie auf 4:0 Punkte zum Auftakt. Cristian Tamas sieht einerseits zwar keinen leichten Gegner mehr wie im Vorjahr noch den TSV Gräfelfing, von dem der Inder Achanta kam; andererseits ist Werders Team so stark wie nie zuvor besetzt. Im ETTU-Cup, in den Werder in der dritten Runde eingreift, ist die Mannschaft an Position zwei gesetzt. Da klingt die Zielvorgabe von Sascha Greber, das Erreichen des Viertelfinales, nur logisch. Bezüglich der Chancen in der Meisterschaft ist der Teamchef vorsichtig, da möchte er drei, vier Spieltage abwarten. In ihrer dritten Partie gastieren die Bremer beim Titelfavoriten Borussia Düsseldorf, der zwar mit unverändertem Aufgebot und Timo Boll an der Spitze ins Rennen geht, sich derzeit jedoch um Christian Süß sorgt. Der 25-jährige Nationalspieler wurde Ende Juni wegen eines Knorpelschadens im Knie operiert und befindet sich im Aufbautraining.
Etliche Neuerungen in der Liga
Nachdem sich die Tischtennis-Bundesliga wie Deutsche Fußball-Liga und Handball-Bundesliga inzwischen selbstständig gemacht hat, erwartet die Zuschauer eine Reihe von Veränderungen. Das betrifft den Pokalwettbewerb, der in den kommenden drei Spielzeiten ab Viertelfinale geschlossen in der Porsche-Arena in Stuttgart ausgetragen wird. Das betrifft aber noch viel mehr die Punktspielrunde. Erstmals wird der Meister 2012 in einem echten Endspiel ermittelt. Außerdem gibt es keine Doppel mehr. "Das ist für die Zuschauer so am besten", sagt Sascha Greber. Künftig werden also mindestens drei und höchstens fünf Einzel gespielt - der Vergleich zwischen den beiden Nummer-zwei-Akteuren würde beim Spielstand von 2:2 dann für die Entscheidung sorgen.
Weitere wesentliche Neuerung: Die Trainer dürfen ständig - und nicht wie bisher nur in den Pausen zwischen den Sätzen - Anweisungen geben. Dafür entfallen die Spielunterbrechungen nach dem ersten und dritten Satz. "Das ist Neuland für uns alle", sagt Cristian Tamas. Er ist gespannt, ob diese nur in Deutschland gültige Änderung hilfreich oder vielleicht nur störend sein wird. Schließlich unterstehen die viel beschäftigten Topspieler bei internationalen Turnieren anderen Regularien.






